Jede Woche einmal «scharf» ausgerückt

Zu 13 Ernstfalleinsätzen stand die Stützpunktfeuerwehr Arbon in den letzten 12 Monaten nach vorausgegangenem Feueralarm im Einsatz. Achtmal musste sie wegen Überflutungen und bei Ölunfällen ausrücken. Fehlalarme gingen 22 los.

Max Eichenberger
Drucken
Teilen
Machen sich parat und sichern sich vor ihrem Einsatz in der qualmenden Tiefgarage: Angehörige des Atemschutzes.

Machen sich parat und sichern sich vor ihrem Einsatz in der qualmenden Tiefgarage: Angehörige des Atemschutzes.

Für einmal hielt die Stützpunktfeuerwehr Arbon ihre Schlussübung nicht im traditionellen Rahmen ab, sondern bot dem Publikum eine vielschichtige Demonstration.

Parcours in der Altstadt

Statt an einem Übungsobjekt ein Szenario durchzuspielen, liess Kommandant Hans Schuhwerk einen Parcours anlegen. Gleich an vier in der Altstadt verteilten Standorten gab das Corps den interessierten Schaulustigen einen Einblick in die Arbeit verschiedener Dienstzweige.

Der Atemschutzzug kam bei der Schädler-Tiefgarage zum Einsatz, wo, so der fingierte Alarm, ein Brand ausgebrochen war. Aus dem Parkdeck qualmte tatsächlich Rauch, der allerdings weder die Augen zum Brennen brachte noch in den Atemwegen stach – wie auf einer Tanzbühne.

Die Feuerwehrleute, die gesichert zum Brandherd vordrangen, nachdem sie über das Tanklöschfahrzeug erstes Wasser verfügbar hatten, kämpften mit Sichtproblemen – wie das auch im Ernstfall ein Handicap ist. Rasch war der Hydrant angezapft und standen die Rohrleitungen unter Druck.

Sanität versorgte Rauchopfer

In Minutenschnelle hatte die Sanität auf dem Parkplatz per Luftdruck ihr Zelt aufgestellt, um zugeführte Personen mit Anzeichen von Rauchvergiftung und anderen Verletzungen zu versorgen.

Verwinkelte Gassen

Die Feuerwehr-Pioniere hatten auf dem AFG-Parkplatz ihre Übungslektion durchzupauken, während der Leiterdienst sich in den engen, verwinkelten Gassen der nördlichen Altstadt und damit unter erschwerten Bedingungen zu bewähren hatte. Dabei stellten sich knifflige Manövrieraufgaben.

Kommandant Hans Schuhwerk führte die Übungsbeobachter durch den Parcours und erläuterte die sich stellenden Aufgaben mit dem Hinweis auf die modernen Mittel und Gerätschaften, welche die Stützpunktfeuerwehr zur Verfügung hat. Vor Jahresfrist hat sie das neue Tanklöschfahrzeug in Betrieb genommen. Auch wurde der Fahrzeugpark mit einem neuen Personentransportfahrzeug ergänzt.

Gesamthaft 56 Einsätze

Die Übungen ausgeklammert, stand die Stützpunktfeuerwehr Arbon in den letzten zwölf Monaten jeweils mindestens einmal in der Woche im Einsatz. 13mal musste sie wegen Feueralarm ausrücken. Fünfmal waren Keller überflutet, dreimal stand sie im Ölwehreinsatz. In dieser Zeitspanne gingen 22 Fehlalarme los. «Zusätzlich», so Kommandant Schuhwerk, «mussten von Mai bis Oktober 23 Einsätze wegen Wespenplage geleistet werden.»

«Kadi» Hans Schuhwerk.

«Kadi» Hans Schuhwerk.

Erwin Walser vor dem Sanitätszelt.

Erwin Walser vor dem Sanitätszelt.

Ein Rauchopfer wird durch die Sanität vor Ort versorgt. (Bilder: Max Eichenberger)

Ein Rauchopfer wird durch die Sanität vor Ort versorgt. (Bilder: Max Eichenberger)

Aktuelle Nachrichten