Jazzmeile feiert Jubiläum

KREUZLINGEN. Die Musiker übernehmen die Stadt. Der Boulevard soll wirken, als führe er durch New Orleans. Von Donnerstag bis Sonntag nächster Woche findet zum 5. Mal die Kreuzlinger Jazz-Meile statt.

Urs Brüschweiler
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«Sie wächst, und wächst, und wächst…» Mit zwölf Bands haben Harry Tschumy und Kurt Lauer vor fünf Jahren die erste Kreuzlinger Jazzmeile aus der Taufe gehoben. Bei der fünften Ausgabe in diesem Jahr treten bereits 28 Formationen auf. Und das Musik-Festival wurde seither auch auf vier Tage verlängert.

Besonders an der Peripherie werde die Jazz-Meile immer umfangreicher, erklärt Tschumy. Er meint damit, dass zum Auftakt am Donnerstagabend bereits in drei Lokalen – im Gottlieber «SeeCafé», in der Wirtschaft zum Schlössli in Bottighofen und auf dem Schloss Brunnegg – gejamt wird.

Gratis-Bratwurst am Festakt

Am Freitagabend wird dann ab 17 Uhr das kleine Jubiläum zünftig gefeiert. Bereits Tradition ist das Durchschneiden eines Bandes vor dem Tabakgeschäft von Urs Portmann an der Konstanzerstrasse. Das Jazzmeilen-OK möchte auch dieses Jahr wieder Stadtammann Andreas Netzle dazu einladen. Für den Jubiläumsakt wird dort eine eigene Bühne aufgestellt und mit Ehrengästen wie Ständerat Philipp Stähelin gefeiert. Wer einen der offiziellen Buttons trägt, erhält am Freitag zudem eine Gratis-Wurst.

Premiere auf dem Boulevard

Etwas später am Freitagabend wird dann der Boulevard vom Jazz-Virus angesteckt. Dazu sperren die Organisatoren erstmals ein Teilstück der Hauptstrasse vor der Blue-Bar schon vor dem Samstag. Und auf der Credit-Suisse-Bühne werden schon erste Konzerte gegeben. In elf Lokalen in der Stadt unterhalten die Musiker und Sänger ihr jazzbegeistertes Publikum. Speziell zu erwähnen gilt die Tanzveranstaltung im Saal des Zentrums zum Bären.

Ab Samstagmittag stehen dann die drei Bühnen auf dem Boulevard im Rampenlicht. «Wir sind froh, dass er in diesem Jahr keine Baustelle mehr ist», sagt Harry Tschumy. Und man könne sich relativ problemlos mit der neuen Infrastruktur arrangieren.

Bunte Schirme mitbringen!

Ein ganz besonderes Flair erhoffen sich die Initiatoren von der Streetband, der Midlife Dixieland Jazzband. Zum erstenmal sollen Musiker nicht nur an einem Ort spielen, sondern einen Umzug anführen. Kurt Lauer wünscht sich, dass möglichste viele Besucher mit bunten Schirmen sich der Parade anschliessen. «Es soll aussehen wie in New Orleans.» Start ist um 12 Uhr mittags. Ansonsten wird auf den drei Bühnen – der Ceha-Bühne, der Lichtschein-Bühne vor der TKB und der Credit-Suisse-Bühne – den ganzen Nachmittag und Abend gespielt. Zwei Bühnen sind überdacht, und als Schlechtwetter-Alternative für die Lichtscheinbühne stehen die gedeckten Parkplätze hinter der TKB zur Verfügung. «So müssen wir auch bei Regen auf nichts verzichten», sagt Harry Tschumy.

Am Sonntagmorgen und -mittag findet dann wiederum die «Jazzmeile am See» statt. An fünf verschiedenen Örtlichkeiten findet das musikalische Festival dann seinen Abschluss. Zum Beispiel spielt in der Bodensee-Arena (um 11 Uhr) und in der Sea Lounge (um 13 Uhr) die Band Öpfelsteel. Mit ihrer Steel-Musik sorgen sie für karibische Klänge am Bodensee-Ufer.

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