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Ist der Graf ein echter Graf?

Ein Nachkomme der einstigen Besitzer von Schloss Luxburg in Egnach bezweifelt, dass Graf Friedrich von Luxburg aus Venezuela ebenfalls zur Familie von Luxburg gehört. Der Graf hat die Absicht, das Schloss zu kaufen.
Inge Staub
Steht seit Jahren leer: Schloss Luxburg in Egnach. Es gehörte einst den Grafen von Luxburg. (Bild: Reto Martin)

Steht seit Jahren leer: Schloss Luxburg in Egnach. Es gehörte einst den Grafen von Luxburg. (Bild: Reto Martin)

EGNACH. Schloss Luxburg verharrt noch immer im Dornröschenschlaf. Was ist aus der Absicht von Graf Friedrich Ulrich Maximilian Johann von Luxburg geworden, das Schloss zu kaufen? Ist er noch interessiert? Vor einigen Wochen hat er den Sitz seiner Gräflich von Luxburg'schen Verwaltung Aktiengesellschaft von Egnach nach Knonau im Kanton Zürich verlegt. Die Firma residiert jetzt in Schloss Knonau, das Jörg Wolfgang von Sachsen gehört.

Er habe seine Firma aus juristischen Gründen verlegt, begründet der Graf seine Entscheidung. Er bekräftigt, dass er nach wie vor die Absicht habe, das Egnacher Schloss zu kaufen. Von Luxburg betont: «Wir wollen das Schloss in Familienbesitz zurückführen.» Der Graf, nach eigenen Angaben Sondergesandter des Staates Venezuela, sieht sich als Nachkomme jener von Luxburg, denen das Schloss einst gehörte.

Nach Bayern gezügelt

Unsere Zeitung hat einen anderen Grafen von Luxburg kontaktiert, von dem gesichert ist, dass er ein Nachkomme der einstigen Schlossbesitzer ist. Dieser stellt in Frage, dass der potenzielle Käufer des Egnacher Schlosses zur Familie von Luxburg gehört. Joachim von Luxburg sagt: «Friedrich Graf von Luxburg gibt sich zu Unrecht als Nachkomme von Johann Girtanner von Luxburg aus. Ich weiss nicht, wie er zu dem Namen gekommen ist, jedenfalls nicht durch Geburt oder als Adoptivsohn eines Namensträgers, der diesen Namen von Geburt an führt.» Joachim von Luxburg vermutet, dass sein Namensvetter wohl davon träume, «den Familiennamen, den er wohl auf rechtlich fragwürdige Weise erworben hat, mit dem Namen eines Schloss zu schmücken».

Beide Linien sind zerstritten

Graf Friedrich Ulrich Maximilian Johann von Luxburg versichert, dass er ein echter von Luxburg sei. Er gehöre einer anderen Linie der Familie an als Joachim von Luxburg. Beide Linien seien schon seit vielen Jahren zerstritten. Deshalb habe sein Urgrossonkel Karl Ludwig auch den späteren Familiensitz Schloss Aschach dem Staat geschenkt. Ob er nun seinen Namen zu Recht trägt oder nicht: Mit Schloss Luxburg wird sich der Graf vorerst nicht schmücken können. Für den Eigentümer, die Stiftung für Kunst, Kultur und Geschichte des Winterthurer Immobilienkönigs Bruno Stefanini, ist ein Verkauf derzeit kein Thema. Markus Brunner, Geschäftsführer von Stefaninis Immobilienfirma Terresta, sagt: «Wir haben zurzeit keinen Kontakt zu Kaufinteressenten. Auch steht ein Verkauf des Schlosses aktuell nicht zur Diskussion.» Die Stiftung hat andere Sorgen. Es herrscht Streit darüber, ob Stefaninis Kinder dem Stiftungsrat angehören dürfen.

Joachim von Luxburg liegt das Egnacher Schloss sehr am Herzen. Er wünscht sich, dass die öffentliche Hand – Gemeinde und Kanton – das Schloss erwirbt, saniert und einem gemeinnützigen Zweck zuführt. Als Ururururenkel von Johann Girtanner von Luxburg habe er in den letzten 50 Jahren immer wieder bei Schloss Luxburg vorbeigeschaut. «Jedesmal fand ich es traurig, dass sich der Zustand des Schlosses oder der Umfang des Parks erneut zum Nachteil verändert hatte.»

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