Irische Melancholie und Fröhlichkeit

ROMANSHORN. Ein würdiges und gleichzeitig überraschendes Konzert zum Orgel-Jubiläum: Das CHOP-Ensemble begeisterte am frühen Sonntagabend viele Zuhörer.

Markus Bösch
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ROMANSHORN. Ein würdiges und gleichzeitig überraschendes Konzert zum Orgel-Jubiläum: Das CHOP-Ensemble begeisterte am frühen Sonntagabend viele Zuhörer. Die Interpreten wurden ihrem Anspruch überaus gerecht: Felix Belz entlockte der 50jährigen Metzler-Orgel in der evangelischen Kirche viele neue und zauberhafte Töne – begleitet und überragt von acht Mitgliedern des CHOP-Ensembles. Die Abkürzung steht für «Church-Organ-Project».

Verschmelzung der Stile

Die Königin der Instrumente wurde auf eine ungewohnte Art erleb- und hörbar: Den Musikern gelang eine feinfühlige Verschmelzung von keltischem Kulturgut mit modernen Musikstilen.

«Celtic moments» hiess das Programm, und die irische und schottische Landschaft tauchte vor dem geistigen Auge auf. Wenn Mirjam Gygax und Annalis Müller von tragischen Legenden und verträumten Liebenden sangen, wenn Durs Locher mit der irischen Flöte, Marina Tanner mit dem irischen Dudelsack und Karen van Rekum an der keltischen Harfe loslegten, wehte ein Hauch und ein Wind durch den Kirchenraum, wurden Hügel und Felsen sichtbar, wurde die grüne Insel sozusagen musikalisch sichtbar.

Kraftvolle Musik

Zum Ensemble gehören auch Elena Konstantinidis (5saitige Geige), Böne Tschanz (Perkussion und Altstimme), Christophe Zürcher (Bodhrán) und Bruno Seewer (Mixer).

Die 2010 gegründete und 2012 zu einem beständigen Ensemble verkleinerte Gruppe bot ein Konzert mit kraftvoller und einzigartiger Musik.

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