Irène Friedli eröffnete die Lieder-Trilogie in Amriswil

Sängerin Irène Friedli fand am Liederabend im Kirchgemeindehaus ein aufmerksames Publikum. Es fanden sich vorwiegend ältere Leute ein.

Hugo Berger
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AMRISWIL. «Wir sind dir alle wohlgesinnt…», sang Irène Friedli in einem Vers aus Johannes Brahms «Frühlingstrost (op. 63 Nr. 1).» Wohlgesinnt waren der Sängerin vom Räuchlisberg auch die zahlreichen Besucherinnen und Besucher am Liederabend im Kirchgemeindehaus.

Andächtig lauschten die vorwiegend älteren Zuhörer der Solisten, die im ersten Teil des Programms Stücke von Robert Schumann und Johannes Brahms vortrug. Nach einer kurzen Pause kam das Publikum in den Genuss des Liederzyklus «Poème de l'Amour et de la Mer» des französischen Romantikers Ernest Chausson.

Klatschen stört

Für einige Zuhörer tauchte zu Beginn des Liederabends wohl die Frage auf, ob man die einzelnen Vorträge jeweils mit Applaus belohnen sollte? Ein zaghafter, kurzer Applaus eines Zuhörers nach dem Verklingen des lieblichen Stückes «Sehnsucht nach der Waldgegend» (Robert Schumann) verstummte aber sogleich. Klatschen zwischen den einzelnen Liedern hätte gestört.

Die Zuschauer wollten sich ganz auf die Mezzosopranistin konzentrieren, wenn diese die Stimme ausklingen liess, sich einen Moment konzentrierte und zu einem neuen Stück ansetzte.

Zugabe und Blumen

Umso heftiger fiel der Applaus am Schluss des Liederabends aus. Das Publikum erklatschte sich eine Zugabe; und unter grossem Beifall kamen die Sängerin und der Pianist – die Klavierparts bestritt Pianist Manuel Bärtsch – mehrmals auf die Bühne zurück.

Die Trilogie Solisten der «Amriswiler Konzerte» wird am kommenden Sonntag, 18. November, mit einem Konzert von Brigitte Schweizer (Gesang) und Donat Deger (Klavier/Akkordeon) fortgesetzt.

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