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Internationales Flair im Römerhof

ARBON. Die Gourmets und die Bürgergemeinde Arbon als Verpächterin haben den Weggang von August Minikus vom Römerhof zu verschmerzen. Louis Gerald und Dominique Bergue treten sein Erbe an – und wollen an die Tradition anknüpfen.
Max Eichenberger
Die neuen Pächter Dominique und Louis Gerald Bergue werden ab dem 4. April das Minikus-Erbe im ersten Arboner Gourmetlokal antreten. (Bilder: Max Eichenberger)

Die neuen Pächter Dominique und Louis Gerald Bergue werden ab dem 4. April das Minikus-Erbe im ersten Arboner Gourmetlokal antreten. (Bilder: Max Eichenberger)

In den letzten knapp 15 Jahren hat Küchenchef August Minikus den Arboner Römerhof zu einem regionalen Gourmettempel gemacht und den «Frohsinn» als erste Adresse abgelöst – dekoriert zuletzt mit 17 Gault-Millau-Punkten. Jetzt zieht es August und Luisa Minikus in den «Mammertsberg». Dorthin sind sie, die selber in Freidorf ihren Wohnsitz haben, von der Mammertsberg AG von Jürg Maurer, ebenfalls Freidorfer, berufen worden. Die AG baut für mehrere Millionen den traditionsreichen Landgasthof aus. Neustart ist im April.

Glückliche Lösung

Seit Mitte Dezember herrscht im Römerhof Betriebsstille. Doch schon bald werden im der historischen Liegenschaft der Bürgergemeinde Arbon vor dem Obertor, am Eingang zur Altstadt, wieder Gäste bedient. «Wir sind glücklich über die neue Pächterlösung», sagt Bürgerpräsident Fredi Näf. Der Römerhof sei in Arbon verwurzelt «als Lokal, wo man sagen kann, wir gehen mal dahin gut essen», spricht Näf gleichzeitig ein Bedürfnis der Arboner aus. Er ist überzeugt, dass sich der Restaurant-Hotel-Betrieb unter der neuen Leitung auf einem gehobenen Niveau wird etablieren können.

In der Welt herumgekommen

Dominique und Louis Gerald Bergue werden ab dem 4. April im Römerhof tätig sein – die 32jährige gebürtige St. Gallerin als Chefin de Réception, ihr 38jähriger aus Malawi stammender und auf Mauritius aufgewachsener Mann als Küchenchef. Beide wirkten zuletzt zwei Jahre im Wallis, im Kurort Leukerbad. Und beide sind in jungen Jahren schon viel in der Welt herumgekommen und in bekannten Hotelketten tätig gewesen. Für Dominique Bergue, die nach ihrer St. Galler Zeit in Eggersriet gelebt hat, auf dem Hügel im Appenzeller Vorderland über dem Bodensee, bedeutet der neue Wirkungsort eine Rückkehr in die Ostschweiz.

Schönes Objekt

Warum Arbon? «Es ist eher das Objekt, ein prächtiges Gebäude, als die Region, das uns angezogen hat. Wir suchten schon länger nach einem kleinere Bijou.» Der überschaubare Betrieb passe jetzt wunderbar, sagt die Absolventin der Hotelfachschule, die nach der Kanti zunächst zwei Jahre mit der damaligen Swissair flog. Anders denn als Angestellte könnten sie als Pächter ihre eigenen Ideen umsetzen, freut sich das Ehepaar.

Louis Gerald Bergue bringt globalen Touch nach Arbon: Seine «kulinarischen» Stationen führten ihn durch die halbe Welt: Mauritius, Japan, Oman, die Jungferninseln, Malediven, Mittlerer Osten, Seychellen. «Ich liebe es, dieses internationale Flair mit der französischen Küche zu vereinen», sagt Bergue, der 2005 Küchenchef der Luxushotelkette Banyantree geworden war. In Arbon hat er den Anspruch, die gehobene Römerhof-Tradition exquisiter Küche weiterzuführen. Und mit seinen Kochkünsten die Gäste mit frisch zubereiteten Produkten aus der Region zu fairen Preisen auf ihre Kosten kommen zu lassen: A la carte, beim Businesslunch über Mittag (12–15 Uhr), mit zwei Schlemmer-Gourmet-Menus und einem einfacheren Menu abends ab 18 Uhr.

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