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Integration braucht Taten

Am Samstag würdigte die Stadt vorbildliche Freiwilligenarbeit im Bereich der Integration. Über 80 Besucher gratulierten dem Pflanzerverein, den Organisatoren des Nationenfestes und dem Solinetz.
Markus Bösch
Sie freuen sich über den Anerkennungspreis: Paula da Silva (Nationenfest), Pius Odermatt (Pflanzerverein) und Anna Eggenberger (Solinetz). Sibylle Hug, Oliver Lind und Urs Oberholzer (hintere Reihe) übergaben die Urkunden. (Bild: Markus Bösch)

Sie freuen sich über den Anerkennungspreis: Paula da Silva (Nationenfest), Pius Odermatt (Pflanzerverein) und Anna Eggenberger (Solinetz). Sibylle Hug, Oliver Lind und Urs Oberholzer (hintere Reihe) übergaben die Urkunden. (Bild: Markus Bösch)

Damit die Integration von Menschen mit Migrationshintergrund erfolgreich ist, braucht es das Zusammenspiel von behördlichen Aufgaben und freiwilligen Angeboten. «Es sind viele Privatpersonen, die sich unterschiedlich engagieren. Auch darum freut es mich sehr, dass ich im Namen der Stadt Romanshorn heute vorbildliche Freiwilligenarbeit im Bereich der Integration würdigen kann. Die Anerkennungspreise sind der offizielle Dank dafür», sagte Stadtrat Urs Oberholzer, verantwortlich für das Ressort Verkehr und Integration.

Als erster konnte Pius Odermatt diesen Preis entgegennehmen. Seit 16 Jahren leitet er den Pflanzerverein. Er sorgt mit viel Geschick für Ruhe und Ordnung und wirkt als Brückenbauer zwischen den Nationen. Immerhin werden 80 Prozent dieser Familiengärten von Migranten aus zehn Nationen bewirtschaftet.

Grosse Herausforderung für Veranstalter

Im Jahr 2000 ins Leben gerufen, beteiligen sich inzwischen 25 Länder am Nationenfest. Dieser Anlass verlange den Organisatoren einiges ab, wenn es gilt, verschiedene Temperamente und Auffassungen unter einen Hut zu bringen, stellte Oberholzer fest.

In kurzer Zeit hat das Solinetz Romanshorn, der dritte Preisträger, ein Projekt auf die Beine gestellt. Mit Spontaneität und Empathie werde zum Kontaktabend in den Jugendtreff, zum Deutschtreff ins HPZ und zum Frauentreff ins Kirchgemeindehaus eingeladen, erklärte Oberholzer. Im Vordergrund sei ein Projekt gestanden, und dieses hätten «die jungen Wilden» unterdessen auf eine solide Basis gestellt.

Sibylle Hug ist Leiterin der Integrationsfachstelle am Ort. «Weil Flüchtlinge oft aus totalitären Systemen kommen, müssen wir sie informieren und aufklären. Sie müssen lernen, was Eigeninitiative bedeutet und Respekt vor der Schweizer Gesetzgebung haben. Es gilt, Netze zu spannen, damit sie Vertrauen fassen können. Dazu gehören unsere regelmässigen Angebote, um Deutsch zu trainieren und andere Menschen kennenzulernen.» Ausserdem gebe es noch die «Femmes Tische», Spielnachmittage für Eltern und Kinder (montags 14 bis 16 Uhr, Ludothek), den «Chor ohne Grenzen» (jeden zweiten Donnerstag, 20 bis 21.30 Uhr, Musikschule) und das «Kicken für jedermann» (jeweils donnerstags um 21 Uhr). Am 5. November können sich Einheimische und Migranten von 9 bis 12 Uhr bei der Seesäuberung beteiligen (Anmeldung: sibylle.hug@romanshorn.ch) .

Zum Gelingen müssen alle etwas beitragen

Oliver Lind, Leiter der kantonalen Fachstelle Integration, stellte dieses Engagement ins politische Umfeld. Damit Integration als Aufgabe von Bund, Kantonen und Gemeinden gelingt, brauche es den nötigen Willen, Geld und Anstrengung. Vom kantonalen Integrationsprogramm 2014 bis 2017 sei die Hälfte der 72 Massnahmen abgeschlossen. Ziel sei es, diese nun nachhaltig weiterzuentwickeln. Es brauche die Offenheit der Bevölkerung und den Willen der Migranten.

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