In Zuben zum Tierheilpraktiker

Immer öfter wird Komplementärmedizin auch bei Tieren angewendet. Ein Institut in Langrickenbach bietet eine zweijährige Ausbildung an.

Daniela Ebinger
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Tierheilpraktikerin Petra Grenz arbeitet auch mit Nutztieren auf landwirtschaftlichen Betrieben. (Bild: Daniela Ebinger)

Tierheilpraktikerin Petra Grenz arbeitet auch mit Nutztieren auf landwirtschaftlichen Betrieben. (Bild: Daniela Ebinger)

ZUBEN. Tiere begleiten sie schon ihr ganzes Leben. Für Petra Grenz steht das Wohlbefinden ihrer Lieblinge stark im Vordergrund. Die 48-Jährige befasst sich seit über 25 Jahren mit Homöopathie. Vor fünf Jahren liess sie sich zur Tierheilpraktikerin ausbilden und darf sich nicht nur in ihrem Herkunftsland Deutschland, sondern auch in der Schweiz diplomierte Tierheilpraktikerin nennen. Zusammen mit Olaf Schulz-Friese aus Saulgau und Simon Getzreiter aus Oberndorf bilden sie das Ausbildungsteam des Instituts für Tierheilpraktiker Ausbildung und Coaching – kurz ITAC.

Am Sonntag, 16. August, geben sie in den Räumlichkeiten an der Bachstrasse 11 in Zuben mit einem Tag der offenen Tür Einblick in die 2jährige Ausbildung. «Den Erlös unserer kleinen Festwirtschaft lassen wir vollumfänglich der Vogelwarte von Markus und Gabi Geiger in Halden bei Bischofszell zukommen», sagt Petra Grenz.

Von Homöopathie bis Anatomie

Der nächste Lehrgang beginnt Ende August und findet jeden zweiten Samstag von 9 bis 17 Uhr statt. Petra Grenz ist es ein grosses Anliegen, in ihren Kursen jedem Teilnehmer die gleiche Chance zu geben. Deswegen nimmt das Team während des Lehrgangs keine Neueinsteiger auf. «Unsere Ausbildungsart im Komplementärbereich vermittelt nicht nur theoretisches Wissen, sondern auch einen grossen Teil im praktischen Bereich», sagt die Dozentin.

Im Lehrgang enthalten sind Homöopathie, Anatomie, Arbeiten mit Schüssler-Salz, manuelle Therapie und Notfallmedizin. «Wir sind in der Ostschweiz die Einzigen, die eine Ausbildung mit anerkanntem Diplom anbieten», sagt Grenz nicht ohne Stolz. Sie weiss aus Erfahrung, dass Komplementärmedizin nicht nur bei Haustieren wie Hunden und Katzen sowie bei Pferdehaltern gefragt ist, sondern vermehrt auch in der Landwirtschaft.

Diplom ist anerkannt

Im Rahmen der Ausbildung üben die Teilnehmer oft am Tier. «Das gibt ihnen die Sicherheit, das Gelernte 1:1 umzusetzen und allfällige Fragen vor Ort zu behandeln.» Für das Diplom muss eine praktische Prüfung mit einem Multiple-Choice-Test und einer spezifischen Facharbeit absolviert werden. Das Diplom wird vom Verband Deutscher Tierheilpraktiker ausgestellt. Der schweizerische Verband sei diesem angeschlossen. «Damit ist gewährleistet, dass die Ausbildung auch in der Schweiz anerkannt ist», sagt Grenz.