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In Weinfelden geht es aufwärts

In der aufgestockten Turnhalle des Berufsbildungszentrums entsteht eine 16 Meter hohe Kletteranlage. Die Initianten Andreas Schweizer und Peter Büchel rechnen mit vielen Besuchern und träumen bereits von einer Kletterwand im Freien.
Cyrill Rüegger
Halten die Griffe fest in der Hand: Andreas Schweizer und Peter Büchel in der zukünftigen Kletterhalle. (Bild: Cyrill Rüegger)

Halten die Griffe fest in der Hand: Andreas Schweizer und Peter Büchel in der zukünftigen Kletterhalle. (Bild: Cyrill Rüegger)

WEINFELDEN. Sechzehn Meter türmen sich die Gerüste an den nackten Betonwänden empor. «Hier entsteht eine der höchsten Kletteranlagen der Schweiz», sagt Andreas Schweizer. Der Präsident des Kletterclubs «thurclimb» steht mit Bauchef Peter Büchel in einem Zwischenraum der Baustelle beim Weinfelder Berufsbildungszentrum. Aus Brandschutzgründen musste bei der Aufstockung der BBZ-Turnhalle ein Fluchttreppenhaus angebaut werden. Dadurch entstand der vier Meter breite und sechzehn Meter hohe Leerraum. «Für uns ist das die ideale Gelegenheit, eine Kletterhalle zu bauen», sagt Schweizer.

An drei der vier Wände ist der Bau von Kletterrouten geplant. Weil der Raum relativ schmal ist, können die Kletterwände nur leicht überhängend gebaut werden, erklärt Peter Büchel. Klettern im Überhang wird dafür im Boulderraum möglich sein, der gleich neben der Kletterhalle entsteht. «Beim Bouldern geht es darum, in Absprunghöhe grosse Schwierigkeiten zu klettern», sagt Schweizer. Vorstellen kann man sich den Raum wie eine Höhle, an deren Wänden Klettergriffe befestigt sind. Anders als beim Klettern in der Wand sind die Sportler beim Bouldern nicht durch ein Seil gesichert. Mögliche Stürze werden von speziellen Matten abgefedert.

Eröffnung im September

Für das Projekt haben Andreas Schweizer und Peter Büchel mit ein paar kletterbegeisterten Kumpels den Verein «thurclimb» gegründet. Dieser wird die Kletteranlage auch betreiben. An der Mitgliederversammlung am 17. April soll über den Bau entschieden werden – eine Formsache, hofft Büchel. Im September soll die Kletterhalle dann fertig sein und eingeweiht werden.

Andreas Schweizer ist optimistisch, dass die Anlage auf grosses Interesse stossen wird. «In puncto Klettermöglichkeiten war der Thurgau bislang ein weisser Fleck auf der Landkarte», sagt er. «Dabei gibt es hier viele Hobbykletterer.» Schweizer selbst klettert seit seiner Jugend. Sein Sohn Sebastian ist gar amtierender U18-Vizeweltmeister im Eisklettern.

«Die Faszination fürs Klettern fängt schon bei den Kindern an. Sobald sie ein paar Schritte laufen können, wollen sie überall hinaufklettern.» Zudem sei es eine gute Art, sich fitzuhalten, weil alle Muskeln beansprucht werden. «Auch der Hirnmuskel», fügt Schweizer an und lacht.

Immer wieder neue Routen

Mit Peter Büchel wühlt er in einer kürzlich eingetroffenen Kartonschachtel mit Klettergriffen. Diese unterscheiden sich in Farbe, Form und Grösse. Einige sind nicht einmal so gross wie eine Visitenkarte. Wenn alles nach Plan läuft, beginnen Andreas Schweizer und sein Team im August mit dem Montieren der Griffe. Die Kletterrouten werden dann etwa alle vier Monate ausgetauscht, um den Sportlern Abwechslung zu bieten. Wie beim Klettern denkt Schweizer aber bereits einen Zug weiter: «Ein Traum wäre, irgendwann auch eine Aussenanlage zu haben. Nun müssen wir aber zuallererst die 16 Meter in der BBZ-Halle erklimmen.»

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