In Begegnungen investieren

SULGEN. Am Montag stimmen die Sulgerinnen und Sulger an der Gemeindeversammlung über das Budget 2012 ab. Traktandiert ist auch der Neubau des geplanten Begegnungshauses an der Schulstrasse 7.

Hannelore Bruderer
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Die Scheune an der Schulstrasse soll dem Begegnungshaus Platz machen. (Bild: Hannelore Bruderer)

Die Scheune an der Schulstrasse soll dem Begegnungshaus Platz machen. (Bild: Hannelore Bruderer)

SULGEN. Bei gleichbleibendem Steuerfuss von 50 Prozent weist das Budget 2012 der Politischen Gemeinde Sulgen einen Aufwandüberschuss von 158 500 Franken aus. Dieser Betrag sei in Anbetracht der Eigenkapitalreserven der Gemeinde von fast 4 Millionen Franken verkraftbar, erklärt Gemeindeammann Andreas Opprecht.

Mit weniger Wachstum rechnen

«Wie die Wirtschaft sich im nächsten Jahr entwickelt, ist ungewiss. Es muss mit einem geringeren Wachstum gerechnet werden. Obwohl die Ausgaben in den kommenden Jahren tendenziell weiter steigen werden, sehen wir zum jetzigen Zeitpunkt von einer Steuererhöhung ab. Wir wollen keine Steuern auf Vorrat einziehen. Ziel ist, das Eigenkapital leicht abzubauen.»

Das Wachstum auf der Einnahmeseite fällt mit einem Plus von 1,1 Prozent entsprechend vorsichtig aus. Auf der Ausgabenseite fallen höhere Kosten bei der Krankenkassenprämienverbilligung sowie bei der öffentlichen Sozialhilfe an. Dort wird mit einer Zunahme von komplexeren und länger andauernden Fällen gerechnet. Nach wie vor unbekannt sind die tatsächlichen Beiträge für die Langzeitpflege.

Haus für Familien und Kultur

2012 möchte die Gemeinde rund 1,5 Millionen Franken in den Neubau eines Begegnungshauses für Familie, Jugend, Kultur und Vereine an der Schulstrasse 7 investieren. Am 8. November informierte der Gemeinderat an einem öffentlichen Anlass über die Details des geplanten Gebäudes und dessen Nutzung. Zwei weitere Investitionen betreffen die Rechnungen der Wasserversorgung und des Elektrizitätswerks. Für rund 100 000 Franken soll die Wasserversorgung im Gebiet Bädlistrasse ausgebaut werden. Um die 800 000 Franken kosten die Sanierung der Trafostationen, Glasfasererschliessungen im Werk und die Verstärkung der Niederspannung.

An der Gemeindeversammlung vom kommenden Montag wird den Stimmbürgerinnen und Stimmbürgern ausserdem eine Änderung des Friedhofreglements vorgelegt. «Das heutige Reglement ist aus dem Jahr 2001. Dennoch mussten einige Punkte den neuen Gegebenheiten angepasst werden», erklärt der Gemeindeammann. So wurden weitere Gräberarten wie das Urnensammelgrab und das Familiengrab eingerichtet. Eine Änderung gab es auch bei der Zuständigkeit, welche vom Zivilstandsamt zum Bestattungsamt wechselte. Neu geregelt wurde auch die Höhe der Grabbepflanzung.

Gemeindeversammlung der Politischen Gemeinde Sulgen: Montag, 21. November, 20 Uhr, im Auholzsaal.