Imperia zeigt Konstanz das Hinterteil

KONSTANZ. Das Unwetter von letzter Woche hat auch das Wahrzeichen am Hafen getroffen. Die Statue dreht sich nicht mehr, der Blitz hat die Elektronik beschädigt.

Ralf Baumann
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Kurzschluss: Andreas Nehse von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz zeigt die Elektronik im Sockel der Statue. (Bilder: Ralf Baumann)

Kurzschluss: Andreas Nehse von der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz zeigt die Elektronik im Sockel der Statue. (Bilder: Ralf Baumann)

Konstanz. Donnerstagmittag am Konstanzer Hafen. Eine Absperrung versperrt den zahlreichen Touristen den Zugang zu Konstanz auffälligstem Wahrzeichen. Die Imperia steht still und blickt auf den See. Oder anders betrachtet: Sie zeigt der Stadt ihren üppigen Allerwertesten. Die Pegelstandanzeige ist tot. Eine Leiter lehnt am Sockel der Statue, im Innern sind zwei Männer zugange. Die Notoperation ist in vollem Gange.

Messinstrumente kaputt

Was war geschehen? Am Mittwochabend der vergangenen Woche schlug während eines Gewitters ein Blitz in die neun Meter hohe Statue an der Einfahrt zum Konstanzer Hafen ein. Seitdem dreht sich die 18 Tonnen schwere Betonkurtisane nicht mehr. Der Blitzeinschlag hat die Elektronik der Statue beschädigt. Ausgefallen sind der Motor, der die Imperia zum Drehen bringt, sowie die Anlage zur Messung des Wasserpegels. Zwei Männer der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz aus Karlsruhe reparieren seither die Messinstrumente.

Lenk repariert mit

Bildhauer Peter Lenk versucht derweil den Motorschaden an seiner Schöpfung zu beheben. Denn im Hafen sind Werbeaufnahmen geplant, bei denen die Touristenattraktion einen guten Eindruck machen soll.

Gefundenes Fressen für die Medien: Die vom Blitz getroffene Imperia präsentiert der Stadt Konstanz ihren Allerwertesten.

Gefundenes Fressen für die Medien: Die vom Blitz getroffene Imperia präsentiert der Stadt Konstanz ihren Allerwertesten.