Immer voraus – und dennoch verloren

Nun ist sie also schon vorbei, bevor die närrische Zeit nach Kalender überhaupt begonnen hat: die Weinfelder Fasnacht.

D'wüelmuus
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Nun ist sie also schon vorbei, bevor die närrische Zeit nach Kalender überhaupt begonnen hat: die Weinfelder Fasnacht. Ein Markenzeichen des närrischen Treibens im Herzen des Thurgaus ist ja die Tatsache, dass dieser Anlass kaum je mit dem offiziellen Start des Narrentreibens in Übereinstimmung steht. Es soll ja schon vorgekommen sein, dass die Fasnacht, aus Ferien- und anderen Gründen, so weit im Kalender vorverschoben wurde, dass die Narren in Diessenhofen bereits um ihren traditionellen Frühtermin bangten.

Nun, vorgestern Samstag war es also wieder einmal so weit, dass sich die Strassen und Trottoirs mit fröhlichen Menschen füllten. Menschen – die einen verkleidet, die anderen mit einem gewissen Sicherheitsabstand zu den konfettiverteilenden Narren –, welche teils verwundert dem Treiben zuschauten, war das Wetter doch eher frühlingshaft als närrisch. Das führte dazu, dass die erwähnten Konfetti vorerst vor allem durch die Luft gewirbelt wurden und sich nicht im eventuell vorhandenen Schnee oder in Pfützen niederliessen.

Voran der Obernarr, unermüdlich die Zaungäste auffordernd, doch etwas in den mitgeführten Schlund zu werfen. Und trotzdem wurde der Kampf gegen die Narrenbatzen verloren, kam doch, bevor die eifrigen Putzer die Spuren des Umzuges beseitigen konnten, ein leichter Regen über unser Dorf, so dass auch dieses Jahr ein kleines Andenken in Form von vermanschten Konfetti die Strassen zierten.

wueelmuus@yahoo.com

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