Im Team gegen Rauch und Feuer

Die gesamte Feuerwehr Arbon und ein Teil der Feuerwehr Amriswil haben am Montagabend gemeinsame Sache gemacht: Bei einer Übung auf dem «Zik-Areal» trainieren sie zusammen für den Ernstfall und retten Figuranten aus dem Gebäude.

Ralf Rüthemann
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Die Feuerwehren Arbon und Amriswil machen sich ans Löschen des fiktiven Feuers im Serverraum des «ZikZakZuk-Gebäudes». (Bild: Ralf Rüthemann)

Die Feuerwehren Arbon und Amriswil machen sich ans Löschen des fiktiven Feuers im Serverraum des «ZikZakZuk-Gebäudes». (Bild: Ralf Rüthemann)

ARBON. Im Serverraum des «Zik-Gebäudes» in Arbon ist ein Feuer ausgebrochen. Die Rauchentwicklung gefährdet die Menschen im Gebäude. Hilfeschreie schallen aus den Fenstern, auch wenn sie nur fiktiv sind. Dies ist die Ausgangslage der Feuerwehrübung vom Montagabend, bei der sich die gesamte Feuerwehr Arbon und ein Zug der Feuerwehr Amriswil an die Arbeit machten. Um die Übung möglichst realistisch zu gestalten, war auch die Polizei vor Ort, die in einem Ernstfall allfällige Personen- und Sachschäden aufnehmen würde.

«Übung ist realistisch»

Zwei Arboner Feuerwehrautos fahren direkt vor das «brennende» Gebäude. Sofort gehen einige Feuerwehrmänner auf Position, um den Brand zu bekämpfen. Ein zweites Detachement rettet die Zivilisten mit einer Hebebühne aus den Stockwerken. Etwas später erreicht auch die Feuerwehr Amriswil das Ziel und macht sich auf der anderen Seite des Gebäudes an die Arbeit. Mittlerweile ist die Hauptstrasse gesperrt und ein Rettungszelt aufgebaut worden.

«Ich würde also schon auch behaupten, dass diese Übung sehr realistisch ist», sagt der Arboner Feuerwehrkommandant Hans Schuhwerk. Während die Übung läuft, erklärt er den Zuschauern, darunter mehrere politische Vertreter aus Arbon und Amriswil, Genaueres zum allgemeinen Einsatz der Feuerwehr. Übungsleiter ist derweil der Arboner Vizekommandant, Raphael Heer.

Überragender Einsatzwille

Nach einer guten Stunde heisst es durch die Funkgeräte «Übungsabbruch». Die Anspannung wie bei einem Ernsteinsatz, die noch kurz zuvor herrschte, löst sich ziemlich schnell auf. Alle Übungsteilnehmer, seien es Feuerwehrleute, Sanitäter oder Figuranten, versammeln sich am Kontrollposten. Dort dankt Raphael Heer als erstes allen Beteiligten für den grossen Einsatz: «Ich darf ein grosses Lob aussprechen. Aus meiner Sicht wurde die Übung erfüllt, da der Einsatzwille überragend war.»

Doch noch Steigerung möglich

Die Verantwortlichen der Bereiche Atemschutz, Sanitätsdienst und Verkehrsdienst sehen aber doch noch Verbesserungspotenzial. «Ich hoffe, dass ihr bei einem Ernstfall die Atemschutzmasken richtig trägt», sagt Übungsleiter-Gehilfe Manuel Britschgi.

Zum Schluss dankt auch der Arboner Stadtammann Andreas Balg für den Einsatz. «Ich bin wirklich froh, dass es nur eine Übung war. Hoffen wir, es bleibt so.»

Eine Figurantin konnte aus dem zweiten Stock gerettet werden. (Bild: Ralf Rüthemann)

Eine Figurantin konnte aus dem zweiten Stock gerettet werden. (Bild: Ralf Rüthemann)