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Im Schulmuseum wird's historisch

AMRISWIL. Im Schulmuseum Amriswil finden Dreharbeiten statt. Im Dokumentar-Kurzfilm über den einstigen Schaffhauser Lehrer und Autor von Mundartbüchern, Albert Bächtold, gehören auch Amriswiler Kinder zu den Statisten.
Maya Mussilier
Regisseurin Christina Ruloff und Kameramann Reto Troxler filmen mit Amriswiler Schülern eine Szene im Klassenzimmer von Lehrer Albert Bächtold gespielt von Bernhard Schneider. (Bild: Donato Caspara)

Regisseurin Christina Ruloff und Kameramann Reto Troxler filmen mit Amriswiler Schülern eine Szene im Klassenzimmer von Lehrer Albert Bächtold gespielt von Bernhard Schneider. (Bild: Donato Caspara)

Der alte Fussboden knackt, in den hölzernen Bankreihen sitzen die Mädchen und Buben eng beieinander. Die Mädchen mit hübschen Zöpfchenfrisuren, einige Buben mit Zipfelmütze. Der Blick ins alte Klassenzimmer im Schulmuseum zeigt ein Bild, wie es vor etwa hundert Jahren ausgesehen haben muss. Gegenpol zur historischen Szenerie bilden die moderne Beleuchtung und die Kamera. Die Fünftklässler des Mühlebachschulhauses sitzen ganz still, während Lehrer Bächtold, gespielt von Bernhard Schneider, spricht.

Das Kleid juckt

Dann ist die Szene im Kasten und die nächste Pause für die Kinder wohl verdient. Phoebe Bürgi zieht am Kragen ihres Kleides. «Die Frisur ist toll, aber das Kleid juckt mich», sagt sie. «Das ist heute einmal ganz etwas anderes», findet Gisela Keller und Joran Bühler pflichtet ihr sofort bei: «Ja, cool. Wir mussten heute erst um 10.15 Uhr in der Schule sein.» In der Klasse sitzen aber nicht nur Amriswiler Kinder. «Mit dabei ist auch mein Götti-Kind Leonie Oechslin aus Dachsen», freut sich Produzent Beat Toniolo. «Sie hat auch einen eigenen Text.» Dem Mädchen machen die Aufnahmen viel Spass, auch wenn sie gemerkt hat, dass doch viel Aufwand hinter einer solchen Produktion steckt. «Warm ist es in diesen Kleidern und so zusammengequetscht in den alten Schulbänken», sagt sie. Ja, sie sei schon froh, den täglichen Unterricht in einem modernen Klassenzimmer zu besuchen.

Nach Russland soll er

«Wir drehen hier im Schulmuseum die Szene, als Albert Bächtold 1913 den Brief bekam, der ihn als Lehrer nach Russland beorderte», erklärt Beat Toniolo. Albert Bächtold habe von 1913 bis 1918 in Kiew unterrichtet. «Stellen sie sich das einmal vor zu jener Zeit. Das war schon etwas Besonderes, ein Lehrer aus einem kleinen Schaffhauser Dorf, der nach Russland geht.» Trotzdem sei Albert Bächtold seiner Muttersprache verbunden geblieben, wie seine späteren Mundart-Bücher zeigen.

Beat Toniolo freut es sehr, dass er bei seinen Recherchen auf das Amriswiler Schulmuseum als Drehort gestossen ist. «Hier passt einfach alles perfekt. Das Klassenzimmer, die Einrichtung und das Material wie Bücher und Schiefertafeln. Nicht zu vergessen auch die fachlich kompetente Unterstützung durch Museumsleiter Hans Weber.» Begeistert ist der Produzent auch von den Kindern, die vor gut einer Woche mit den nötigen Kostümen ausgestattet wurden. «Sie machen ihre Sache sehr gut», lobt er. Dies, obwohl es vor den Aufnahmen keine Proben gegeben hat.

Beat Toniolo Produzent des Films über Albert Bächtold

Beat Toniolo Produzent des Films über Albert Bächtold

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