Im Schloss ist nicht Schluss

ARBON. Einige Tage vor der Schliessung der Wirtschaft zum Schloss übernimmt die Schiff Management AG den Mietvertrag der bisherigen Betreiberin Migros Ostschweiz. Die Weiterführung des Restaurants ist somit gesichert.

Martina Luterbacher
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Kein Lichterlöschen: Die Wirtschaft zum Schloss bleibt geöffnet. (Bild: Max Eichenberger)

Kein Lichterlöschen: Die Wirtschaft zum Schloss bleibt geöffnet. (Bild: Max Eichenberger)

ARBON. Noch vor wenigen Tagen deutete alles darauf hin, dass die Wirtschaft zum Schloss Ende dieses Monats ihren Betrieb einstellt. Das Restaurant – zugehörig zum Hotel Metropol – betrieb bisher die Migros Ostschweiz. Mit ihrem Rückzug aus dem «Metropol» gibt die Migros gleichzeitig auch die Bewirtschaftung im Schloss auf. Trotz grosser Bemühungen fand sie lange keine neuen Pächter.

Kurz vor der Schliessung der Wirtschaft am 25. November präsentiert sich nun aber eine rettende Lösung: Die Schiff Management AG aus Kesswil (SMA) übernimmt per 1. Dezember den Mietvertrag der Migros und führt das Restaurant weiter.

Ein erfahrenes Unternehmen

«Wir sind sehr froh, konnten wir eine Lösung finden. Noch Anfang November glaubten wir nicht mehr daran», sagt Judith Bösch, Pressesprecherin der Migros Ostschweiz. Mit der SMA übernehme ein erfahrenes und in der Region verankertes Unternehmen die Wirtschaft zum Schloss. Die SMA ist bereits Betreiberin des Seegasthofs Schiff in Kesswil. Mit der Übernahme der Wirtschaft zum Schloss weitet sie nun ihre regionale Jahreszeitenküche geographisch aus. «Das Schloss bietet auch die Möglichkeit, unser Angebot im Bereich der Bankette zu erweitern», sagt Renato Blättler vom Verwaltungsrat der SMA.

«Wert-volle» Ausbildungsplätze

Die SMA agiert als Betrieb des Verbunds «Wert-voll». Dieser bietet Lernenden mit zusätzlichem Bedarf an Unterstützung einen Ausbildungsplatz im niederschwelligen Bereich. Die Jugendlichen werden dabei sozialpädagogisch und individuell begleitet. Die Zusammenarbeit mit dem Lehrbetriebsverbund «Wert-voll» habe sich bereits in der Vergangenheit sehr bewährt und soll deshalb auch in der Wirtschaft zum Schloss weitergeführt werden: «In Zukunft können bis zu vier Jugendliche im Schloss arbeiten – je zwei im Service und in der Küche», sagt Renato Blättler. Das Schloss sei ein idealer Einstiegsbetrieb für die Lernenden.

Die jetzigen sieben Mitarbeiterinnen kann die SMA allerdings nicht alle übernehmen. Für viele von ihnen ist die Zukunft noch nicht gesichert: «Die Migros hat uns gekündigt. Ausser einer Person hat noch niemand eine neue Stelle gefunden», sagt eine Mitarbeiterin. Die SMA stehe aber bereits in ersten Gesprächen mit den bestehenden Aushilfskräften, sagt Blättler.