Im Sangen geht der Aufbau ring

WEINFELDEN. Heute abend beginnt mit dem Film «Honig im Kopf» das gut zweiwöchige Programm im Open-Air-Kino Weinfelden. Innerhalb von einem Tag haben rund 32 Mitarbeiter die Anlage auf der Wiese bei der Badi aufgebaut.

Mario Testa
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Das Grundgerüst für das Open-Air-Kino auf der Sangenwiese stand gestern am Mittag. Links im Bild baut ein Helfer die Sichtschutzwand auf. (Bild: Mario Testa)

Das Grundgerüst für das Open-Air-Kino auf der Sangenwiese stand gestern am Mittag. Links im Bild baut ein Helfer die Sichtschutzwand auf. (Bild: Mario Testa)

WEINFELDEN. Manitou flitzt übers Feld, verteilt schwer bepackte Paletten auf das Gestänge, und die Helfer verteilen die Bodenplatten und Sitze auf der Tribüne. Die Gerüstbauer balancieren derweil in luftiger Höhe am Gerüst für die Leinwand. Der unterste wirft schwere Eisenstangen in die Höhe, sein Kollege fängt sie auf und reicht sie dem Obersten weiter, der sie montiert. Die Abläufe sind eingespielt, und schnell wächst auf der Sangenwiese neben der Badi das Eisenkonstrukt, an dem die Leinwand montiert wird.

Diese liegt hinter dem Gerüst in der Wiese, Pascal Elsner läuft mit einem Lappen um sie herum und putzt kleine Flecken von der weissen Blache mit den feinen Löchern. 14 mal sechs Meter misst sie. «Diese Leinwand hat schon viele Open-Air-Kinos hinter sich. Die geht nicht kaputt. Wenn, dann reisst höchstens das schwarze Tuch dahinter», sagt der Kinotechniker. «In Arbon beispielsweise hat eine Böe das Tuch zerrissen, und wir mussten es flicken.»

Zügeln in der Nacht

Ein Tag reicht dem routinierten Team für den Aufbau der Infrastruktur fürs Open-Air-Kino. Am Montagmorgen war die Wiese noch leer, abends stand die Anlage. «Wir haben in der Nacht nach der letzten Vorstellung in Kreuzlingen bereits das meiste abgebaut, am Morgen gleich mit dem Aufbau in Weinfelden begonnen», sagt Marc Frischknecht vom Open-Air-Kino. Während für den Aufbau am Montag 32 Männer anpackten, sind es am Dienstag noch etwa ein Dutzend Helfer. «Dann erledigen wir noch viele kleinere Arbeiten, die nicht so auffallen, aber wichtig sind.»

Auf der Sangenwiese geht die Arbeit ring von der Hand. Die Griffe sitzen bereits, dank der Erfahrung aus den vorangehenden Standorten, und Platz hat es mehr hier als genug. «Wir können uns ausbreiten, es hat viele Parkplätze, und wir sind nicht mitten im Kuchen», sagt Frischknecht. «Zugegeben, am See wie in Kreuzlingen oder Arbon finde ich es noch schöner.»

Zwei Wochen im Wohnwagen

Kurz bevor heute abend Dieter Hallervorden und Til Schweiger über die Leinwand flimmern, beginnt für Andreas Müller ein 18tägiges Camping. Er wohnt als Programmleiter während der ganzen Zeit im Wohnwagen beim Open-Air-Kino. Vergangenes Jahr hat der Mann, der die Open-Air-Kinos in die Ostschweiz brachte, dies zum ersten Mal gemacht. «Er hat Spass daran», sagt Marc Frischknecht.