Im Oberdorf herrscht Platzmangel

Die Schulbehörde informierte über das Raum- und Entwicklungskonzept der Primarschule Sulgen. Dieses sieht unter anderem vor, den Standort Oberdorf in Sulgen um zwei Kindergärten zu erweitern.

Hannelore Bruderer
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Alt- und Neubau der Schulanlage Oberdorf in Sulgen, von der Poststrasse aus gesehen. (Bild: Georg Stelzner)

Alt- und Neubau der Schulanlage Oberdorf in Sulgen, von der Poststrasse aus gesehen. (Bild: Georg Stelzner)

SULGEN. Ausführlich erläuterten Schulpräsident Ernst Ritzi, Schulleiter Reto Schwendener sowie die Behördenmitglieder Irma Sutter, Christian Breitenmoser und Andrea Näf letzte Woche das kürzlich erstellte Raum- und Entwicklungskonzept. Unterstützt wurden sie dabei von Architekt Werner Keller. Das Konzept ist Basis für den Kreditantrag über 120 000 Franken für einen Projektwettbewerb, über den das Stimmvolk Ende September abstimmt.

Die Schulbehörde sieht in erster Linie bei der Schulanlage Oberdorf Handlungsbedarf. Dort fehlen vor allem Kindergarten- und Gruppenräume. Erste Überlegungen, wie das Problem gelöst werden könnte, hat die Projektgruppe bereits angedacht. «Vielleicht gibt es aber noch bessere Lösungen. Diese erhoffen wir uns von einem Projektwettbewerb», erklärte Schulpräsident Ritzi das Vorgehen.

Weshalb so viele Räume?

In der anschliessenden Fragerunde wollte ein Votant wissen, ob es denn zwingend sei, dass zu jedem Schulzimmer auch ein Gruppenraum gehört. Dies sei der Idealzustand, der den Empfehlungen des Kantons sowie den Bedürfnissen der aktuellen Schulmodelle entspreche, erklärte Schulleiter Schwendener. Im Moment weiche man an der Primarschule Sulgen aufgrund der knappen Raumressourcen auf andere Zimmer und in die Gänge der Gebäude aus.

Eine andere Person erkundigte sich nach den Leistungen, welche die Schulgemeinde für für die Kosten des Projektwettbewerbs erhalten werde. «Für den Projektwettbewerb müssen ein genauer Situationsplan sowie die Modell- und Ausschreibungsgrundlagen erstellt werden», sagte Keller. «Rund ein Drittel der Kosten entfällt auf die Preissumme des Wettbewerbs; dazu kommen die Ausgaben Fachpreisrichterhonorare und die Vorbereitung des Siegerprojekts für den Kreditantrag an die Schulgemeinde.»

Gewerbe soll mitreden

Ob es richtig sei, fragte der Votant weiter, dass die ganzen Kosten für den Wettbewerb «in den Sand gesetzt» sind, falls das Projekt für neue Kindergartenräume wie beim letzten Mal abgelehnt wird. Diese Frage bejahte Keller. Die Anregung des Votanten, bei zukünftigen Abklärungen zur räumlichen Entwicklung der Schule die Projektgruppe nicht nur mit Schulleitungs- und Behördenmitgliedern zu besetzten, sondern auch Personen aus dem örtlichen Gewerbe einzubeziehen, nahm Schulpräsident Ernst Ritzi mit Dank entgegen. Zum Finanzplan, den Andrea Näf vorlegte und der eine Steuererhöhung ab 2018 nicht ausschliesst, kamen keine weiteren Fragen.

A. o. Gemeindeversammlung: Dienstag, 30. September, 20 Uhr; Schulhaus Oberdorf, Sulgen.

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