Im neuen Bezirk angekommen

Als erste Partei im vergrösserten Bezirk Arbon hat die CVP die Fusion mit der Amriswiler Ortspartei gefeiert. Den Vorstand der künftigen CVP-Bezirkspartei bilden neun Männer.

Alois Degenhardt
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Einstimmig gewählter Bezirksvorstand: Max Brunner, Patrick Hug, Kurt Müller, Beat Maier, Luzi Schmid, Matthias Zoller, Norbert Senn, André Schlatter und Philipp Rupper (von links). (Bild: Alois Degenhardt)

Einstimmig gewählter Bezirksvorstand: Max Brunner, Patrick Hug, Kurt Müller, Beat Maier, Luzi Schmid, Matthias Zoller, Norbert Senn, André Schlatter und Philipp Rupper (von links). (Bild: Alois Degenhardt)

Hagenwil. «Endlich hat der Oberthurgau seine natürliche Form erhalten, und die Gemeinde Egnach (die ihn kürzlich in den Gemeinderat wählte – Anmerkung der Redaktion) befindet sich im Mittelpunkt», scherzte Matthias Zoller, der alte und neue Bezirkspräsident der CVP. «Wir sind zwar nicht speziell gefragt, sondern schlicht zugeteilt worden», reagierte der Amriswiler Ortspräsident Beat Maier trocken, «fühlen uns aber im neuen Bezirk gut aufgehoben.

» Immerhin hatte der Vorstand, dem künftig neben Maier auch Kantons- und Stadtrat André Schlatter angehört, mit dem Versammlungsort Schloss Hagenwil den Amriswilern eine spezielle Ehre erwiesen.

Mehr Gewicht im Kanton

Nach einstimmigem Votum der Fusionsversammlung setzt sich der Bezirksvorstand künftig wie folgt zusammen: Matthias Zoller (Egnach, Präsident), Luzi Schmid (Arbon, Vizepräsident), Kurt Müller (Arbon, Kassier) sowie Max Brunner und Norbert Senn

(beide Romanshorn), André Schlatter und Beat Maier (beide Amriswil), Patrick Hug (Arbon) und Philipp Rupper (Horn). Der neue, vergrösserte Bezirk Arbon werde künftig in Frauenfeld deutlicher wahrgenommen, äusserte sich Matthias Zoller zuversichtlich.

Schon im Vorfeld der Fusion hatten sich Exponenten der Partei über einige politische Schwerpunkte der CVP im Oberthurgau geäussert.

Patrick Hug erinnerte an sein Anliegen, den neuen Finanzausgleich auf kantonaler Ebene zugunsten der Zentrumsgemeinden anzupassen. Das betreffe einerseits den Lastenausgleich in der öffentlichen Sozialhilfe, andererseits die steigenden Kosten für ambulante Dienstleistungen und die geplante neue Pflegefinanzierung. Luzi Schmid sprach sich für eine Beibehaltung der drei Kreisämter im Bezirk aus, und André Schlatter erwähnte die Bedeutung von BTS und Oberlandstrasse für den Oberthurgau.

Norbert Senn wies auf die zahlreichen touristischen «Leuchttürme» hin, die dem Oberthurgau bei künftig intensiverer Zusammenarbeit der Gemeinden mehr Gewicht verleihen könnten.

Kampfwahl um Laienrichteramt

Grosses Gewicht legt die CVP auf die für den 13. Juni anberaumten Bezirksgerichtswahlen. Einstimmig wurde beschlossen, die als Gäste anwesenden Berufsrichter Ralph Zanoni und Dominik Diezi – beides praktizierende Katholiken – für eine Wiederwahl zu empfehlen.

Als bisherige nebenamtliche Richterin – seit 1992 als Suppleantin, seit 2004 als ordentliche Richterin am Bezirksgericht Bischofszell tätig – wird Doris Rosenast Schlatter (Amriswil) in der Kampfwahl um ein Laienrichteramt für das Bezirksgericht Arbon kandidieren. Ehemann André Schlatter betonte, dass sie in den Ausstand treten werde, wenn er als Anwalt vor dem Bezirksgericht tätig ist.

Migg Oswald (Arbon) möchte weiter als Suppleant wirken und darf ebenfalls mit der Unterstützung der CVP rechnen.

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