Im Jazzklang um den Bodensee

Musikalischer Hochgenuss bot sich am Donnerstagabend im Zik. Das «Bodensee Art Orchestra» schritt energiegeladen in die zweite Saison.

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Mario Haltiner am Saxophon. (Bild: Uschi Meister)

Mario Haltiner am Saxophon. (Bild: Uschi Meister)

ARBON. Ganz nach dem Vorbild des berühmten Vienna Art Orchestra und des erfolgreichen Zurich Art Orchestra gründeten vor etwas mehr als Jahresfrist 16 gestandene Musiker aus dem Süddeutschen Raum, Vorarlberg und der Ostschweiz das «Bodan Art Orchestra». Sie wollten eigene oder zumindest selbstgewählte Stücke spielen und Auftrittsorte in ihrer Stammregion suchen.

Dass dies zu gelingen scheint, zeigten die eingefleischten Jazz-Lauscher im Publikum, die im erzeugten Rhythmus mitwippten. Eine professionelle Moderation bot die DRS-Regionaljournalistin Karin Kobler aus Neukirch-Egnach. So startete die musikalische Reise von Amriswil zum See mit seinen tausend Stimmungen.

«Eine Weltstadt war gefragt, ich dachte wir nehmen Arbon…», war bald zu vernehmen. Weiter ging es zum Sonnenuntergang nach Lindau, zur Jagdszene im Seerücken, es schnaufte die Dampfbahn, Wanderer hielten humoristische Zwiesprache. Mit einer stimmungsvollen Samba kam Langenargen zum Zuge. Erst dann die Erinnerung an den Tod von John Lennon, der vielen Musikern mehr bedeute als Beethoven und Mozart.

Ein tolles Konzert der hochkarätigen Jazzer unter der Leitung von Hanspeter Kübler aus Frauenfeld. Die Ohren schwelgten genüsslich in internationalen Sphären, derweil sich den Augen tiefste Provinz bot. Uschi Meister

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