Im Elterncafé diskutiert man den Lehrplan 21

AMRISWIL. Ein gutes Dutzend Mütter, Väter und auch Grosseltern fanden sich um neun Uhr im Elterncafé der Sekundarschule Amriswil ein. Es duftete nach Kaffee und Gipfeli, und bald waren untereinander und mit den anwesenden Lehrkräften lebhafte Gespräche im Gang.

Trudi Krieg
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AMRISWIL. Ein gutes Dutzend Mütter, Väter und auch Grosseltern fanden sich um neun Uhr im Elterncafé der Sekundarschule Amriswil ein. Es duftete nach Kaffee und Gipfeli, und bald waren untereinander und mit den anwesenden Lehrkräften lebhafte Gespräche im Gang. Schulleiter Hans-Ulrich Giger begrüsste die Gäste und leitete zum Thema «Ziel und Zweck des Lehrplans 21» über.

Ab und zu öffnete sich die Tür, und weitere Gäste kamen. «Kommt herein, es gibt kein <zu früh> oder <zu spät> bei uns. Solange das Elterncafé offen ist, kann man kommen und gehen», ermunterte Giger.

Gutes weiterentwickeln

«Was heute gelehrt wird an unserer Schule, ist sehr gut und bleibt es», betonte Giger. Der Lehrplan 21 wolle Kompetenzen vermitteln. Konkret heisse das zum Beispiel etwas weniger Mathe als Theorie, aber dafür hinausgehen und anhand des Strahlensatzes die Höhe des Kirchturms messen. Wissen erwerben sei das eine, dieses anwenden können das andere. Schulabgänger sollten möglichst selbständig das Leben anpacken, soziale Kompetenz haben, kommunizieren können, Ideen entwickeln und etwas «in die Hand nehmen».

Die Zeiten, als Lehrer dozierten und Schüler zuhörten, scheinen endgültig vorbei zu sein. «Habt den Mut zu öffnen. Geht hinaus mit den Schülern und lasst diese aktiv werden. Wissen vermitteln geht nur, wenn es irgendwie emotional imprägniert ist», votierte Giger.

Daheim ist wichtig

«Wird nicht zu viel verlangt? Dürfen Kinder auch Kind sein?», wurde gefragt. Schulpräsident Markus Mendelin betonte die Wichtigkeit des Daheims und wie ein Kind in den ersten Lebensjahren auch sprachlich gefördert werde.

Dabei gehe es nicht um ein verfrühtes Leistungsstreben. Aber man könne einem Kind zum Beispiel den Fernsehkonsum etwas einschränken und dafür über das Geschaute miteinander diskutieren.