Im Citroën steckt ein Maserati

Im Saurer-Museum sahen sich die Mitglieder des Citroën-SM-Clubs Schweiz nach der etwas anderen Produktion um und bestaunten die frühere Technik.

Hedy Züger
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Modernes Design nach über 40 Jahren. (Bild: Hedy Züger)

Modernes Design nach über 40 Jahren. (Bild: Hedy Züger)

Vom Typ SM, Citroën-Maserati, hatte Citroën France 1970/75 nur 12 920 Fahrzeuge gebaut. Gerade einmal 220 wurden in die Schweiz geliefert. Nach 35 bis 40 Jahren sind diese echten Gran Turismo Oldtimer. Auf Schweizer Strassen rollen noch 150 der legendären Fahrzeuge. Sie galten ursprünglich als die schnellsten frontgetriebenen Autos.

Bubentraum erfüllt

Das spezielle Etwas des SM schildert Andreas Wirth aus Seuzach: «Dieses Auto hat mich schon als kleiner Bub fasziniert, mein Schulweg führte an einem SM vorbei, den ich regelmässig bestaunte.

Mit meinem ersten selbstverdienten Geld erfüllte ich mir schliesslich meinen Bubentraum. Speziell am SM ist einerseits der knurrig rauhe, italienische V6-Motor, der nicht so recht zur seidenweich dahingleitenden luftgefederten, französischen Karosserie passen will. Anderseits ist es das über 40jährige Design, das heute noch modern wirkt. Schon 1970 besass der SM mit der Lenkung mitlenkende Scheinwerfer.»

Ein Teil dieser Citroën-Besitzer hat sich dem SM-Club Schweiz angeschlossen. Felix Muff präsidiert den Club und seine 60 Mitglieder. Jedes Jahr finden nationale und internationale Treffen statt. An internationalen Treffen kann ab und zu eines der extrem raren Cabriolets oder sogar eine viertürige Limousine, hergestellt vom legendären Carrossier Henri Chapron, angetroffen werden.

Lösungen made in Arbon

Im Saurer-Museum stiessen die Sammler – einige besitzen sogar mehr als einen Citroën-Oldtimer – auf andere Raritäten: grössere und schwerere Fahrzeuge, die für Güter- und für Gesellschaftstransporte gebaut wurden.

Doch wer sich für alte Fahrzeugtechnik interessiert, fragt nicht nur nach der Nützlichkeit für den eigenen Bedarf, sondern freut sich an der Technik, wie sie einmal war, und an Lösungen, die von findigen Köpfen vor hundert Jahren in Arbon ausgetüftelt wurden.

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