Im Baum kann man jetzt sitzen

Der riesige Stamm des Mammutbaums im Seeburgpark dient neuerdings als Sitzgelegenheit. Die Stadt schlägt so zwei Fliegen mit einer Klappe.

Urs Brüschweiler
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Jörg Kirchmeier und Daniel Berger von Pro Forst haben den Stamm mittels Motorsäge neuen Nutzungsmöglichkeiten zugeführt. (Bild: pd/Ruedi Wolfender, Stadt Kreuzlingen)

Jörg Kirchmeier und Daniel Berger von Pro Forst haben den Stamm mittels Motorsäge neuen Nutzungsmöglichkeiten zugeführt. (Bild: pd/Ruedi Wolfender, Stadt Kreuzlingen)

KREUZLINGEN. Es war Anfang Herbst 2013, als der Mammutbaum gefällt werden musste. Rund 120 Jahre stand er an seinem Platz südlich der Kreuzlinger Seeburg hinter den Zypressen. Doch seit mehreren Jahren kränkelte das mächtige Gehölz und hatte sich trotz spezieller Pflege durch die Stadtgärtnerei nicht mehr erholt. Man habe lange überlegt, was man mit dem tonnenschweren Stamm machen kann, sagt Ruedi Wolfender, Abteilungsleiter des Departements Gesellschaft der Stadt Kreuzlingen. Um ihn mit normalem Aufwand um zu plazieren, sei er schlicht zu schwer. Gemeinsam mit dem städtischen Umweltbeauftragten Stefan Braun habe man dann entschieden, anstatt den Stamm zu Brennholz zu verarbeiten, Bänke und Tische hineinzufräsen. Mitarbeiter des Forstbetriebs Pro Forst haben diese Arbeit diese Woche nun ausgeführt. Ein Partnerbänkli, ein Einzelstuhl, eine Kuschelecke und eine weitere Doppelsitzbank inklusive Jasstisch sind so entstanden. Und die Besucherinnen und Besucher des Seeburgparks können sich also in Zukunft bequemer Sitzgelegenheiten erfreuen. Eine Lebensdauer von etwa acht Jahren habe die holzige Möblierung, schätzt Ruedi Wolfender. Und das Totholz diene ausserdem vielen Insekten als Lebensraum.