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OBERAACH. «Creative Quarter» nennen vier Jugendliche aus Oberaach ihr Projekt, bei dem sie sich als Unternehmer betätigen. In der Freizeit stellen sie Apfelsaft und dekorative Objekte her.

Luisa Gomringer
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Jan Rusch, Lavinia Rinaldi, Seraina Moser und Tinko Schnegg stossen auf ihren erfolgreichen Marktstand in Amriswil an. (Bild: Manuel Nagel)

Jan Rusch, Lavinia Rinaldi, Seraina Moser und Tinko Schnegg stossen auf ihren erfolgreichen Marktstand in Amriswil an. (Bild: Manuel Nagel)

Sie stehen um einen Tisch im Garten von Jan Ruschs Eltern. Seraina Moser, Tinko Schnegg, Lavinia Rinaldi und Jan Rusch schälen Mandarinen. «Tinko hat sie heute morgen gekauft, und jetzt wollen wir sie pressen und den Mandarinensaft mit unserem Apfelsaft mischen», sagt der 16jährige Jan Rusch. Es ist ein neues Projekt der vier Jugendlichen. «Die Äpfel sind weg, jetzt muss eine neue Idee her», erklärt der 14jährige Tinko Schnegg.

Ohne Fleiss kein Preis

Seit dem Herbst dieses Jahres machen die vier Freunde, die sich «Creative Quarter» nennen, nun regelmässig Apfelsaft. «In meiner Ausbildung als Lebensmitteltechnologe entdeckte ich das Interesse daran. So kaufte ich in der Landi eine Presse und Zubehör und fing an zu experimentieren», erzählt Jan Rusch. Seine drei Freunde, die gleich um die Ecke wohnen, waren sofort mit an Bord.

«Im Oktober haben wir 200 Kilogramm Äpfel verarbeitet», sagt Jan Rusch stolz. Sie seien manchmal drei bis vier Tage hintereinander am Pressen gewesen. «Irgendwann konnten wir fast nicht mehr», erinnert sich Tinko Schnegg. Doch die mühsame Arbeit hat sich ausgezahlt. «Insgesamt haben wir in diesem Jahr 300 Liter Apfelsaft hergestellt», sagt Tinko Schnegg.

An ihrem Stand am Amriswiler Weihnachtsmarkt verkauften die vier Freunde ausser Apfelsaft auch Apfelpunsch, Apfelgelée, Willkommensschilder und dekorative Engel. Denn die selbstgemachten Dekorationen gehören ebenfalls zum Sortiment des Quartetts. Da es zur Verarbeitung der Äpfel oft nicht acht Hände braucht, haben sich Seraina und Lavinia etwas Spezielles ausgedacht. «Wir basteln Engel und Feen aus Filz oder Willkommensschilder. Die verkaufen sich gleich gut wie der Saft», stellt Lavinia Rinaldi erfreut fest.

Bereits Stammkunden

Den Apfelsaft füllen die Jugendlichen in Fünf-Liter-Behälter ab und verkaufen ihn für zehn Franken an Verwandte, Bekannte, Nachbarn und Freunde. «Es gibt ungefähr 20 Leute, die regelmässig bei uns Apfelsaft oder Dekorationen für die Wohnung kaufen», berichtet die 16jährige Lavinia Rinaldi. Das Geld, das sie mit dem Saft und den Dekorationen verdienen, sparen sie, um eine grössere Presse anschaffen zu können.

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