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«Ich lerne viel von meinen Schülern»

AMRISWIL. Gabriel Estarellas Pascual und seine Frau Lea Heinzer wohnen seit drei Jahren in Amriswil. Er ist unter anderem Dirigent des Jugendorchesters Oberthurgau und Geigenlehrer. Sie spielt im Sinfonieorchester St. Gallen.
Maya Mussilier
Lea Heinzer (Bratsche) und ihr Mann Gabriel Estarellas Pascual (Geige) üben einen gemeinsamen Part. (Bild: Reto Martin)

Lea Heinzer (Bratsche) und ihr Mann Gabriel Estarellas Pascual (Geige) üben einen gemeinsamen Part. (Bild: Reto Martin)

Wenn Lea Heinzer und Gabriel Estarellas Pascual ihre Instrumente in die Hand nehmen, ist Leidenschaft dabei. Beide haben die Liebe zur Geige bereits im zarten Kindesalter entdeckt. Gabriel Estarellas Pascual erzählt, wie er mit Musik gross geworden ist. «Mein Vater ist ein bekannter klassischer Gitarrist und meine Mutter ist ebenfalls Gitarristin. Für mich stand ausser Frage, dass ich später Musiker werden will.» Sein Vater habe ihm dann geraten, nicht in seine Fussstapfen zu treten. «Er sagte immer, dass man es als Gitarrist ausserordentlich schwer habe. Ich solle lieber Geige lernen, weil mir damit mehr Möglichkeiten zur Verfügung stünden. Dies sei ein Instrument, das man unterrichten oder aber in einem Orchester spielen könne.»

Allen Warnungen zum Trotz

Auch Lea Heinzer wurde die Liebe zur Musik quasi mit der Muttermilch mitgegeben. «Meine Mutter war Cellistin, mein Vater spielte gerne Klavier.» So habe sie als Kind viel Kontakt mit den verschiedensten Musikern gehabt. «Mit drei Jahren war für mich klar, dass ich Geige spielen will», erzählt Lea Heinzer. Mit gut fünf Jahren habe sie dann Unterricht nehmen dürfen. «Obwohl meine Mutter mich immer gewarnt hat, Musikerin zu werden, habe ich schliesslich Geige studiert.» Nebenbei spielte die junge Frau auch Bratsche. Als sie weiter studieren wollte, rieten ihr verschiedene Leute, auf die Bratsche zu wechseln, was Lea Heinzer auch gemacht hat.

Für die Liebe in die Schweiz

Gabriel Estarellas Pascual studierte in seiner damaligen Heimat ebenfalls Geige, machte das Lehrdiplom und das Solistendiplom. Ein Masterkurs führte ihn nach Santiago della Compostela, was seine ganzen Zukunftspläne über den Haufen warf. Gabriel Estarellas Pascual lernte Lea Heinzer kennen und verliebte sich in seine zukünftige Frau. «Ich hatte bereits eine Stelle in der Philharmonie, liess diese aber sausen und kam in die Schweiz», erzählt der Geiger. In Zürich setzten er und seine Frau ihr Studium fort und machten das Ensemblediplom mit dem Carmina Quartett.

Viele Preise gewonnen

Vor zehn Jahren gründete das junge Paar das García Abril Quartett, mit welchem es Preisträger der Kammermusikwettbewerbe Orpheus-Konzerte (Zürich) und Migros-Kulturprozent wurde. Ergänzend zu seiner Konzerttätigkeit unterrichtet Gabriel Estarellas Pascual an der Musikschulen Kreuzlingen und Weinfelden und an der Kantonsschule Romanshorn und Kreuzlingen. Seit November 2008 ist er der künstlerische Leiter des Jugendorchester Oberthurgau (JOT). 2013 erhielt Gabriel Estarellas Pascual den Kulturförderpreis des Kantons Thurgau. Seit Januar ist er neuer künstlerischer Leiter des Orchestervereins Zürich (OVZ).

Der erfolgreiche Geiger mag es, die Schüler zu unterrichten und deren Begeisterung für die Geige zu fördern. «Ich lerne sehr viel von meinen Schülern», sagt er. Bei jedem Kind müsse ein eigener Weg gefunden werden, um die Freude am Instrument aufrechtzuerhalten.

Quartett wechselt den Namen

Am Sonntag tritt das García Abril Quartett zum letzten Mal unter diesem Namen auf. «Danach werden wir uns Estarellas Quartett nennen», sagt Gabriel Estarellas Pascual. Am Repertoire wird dieser Namenswechsel allerdings nicht viel ändern. «Wir spielen Stücke von verschiedensten Komponisten, auch von zeitgenössischen», sagt das junge Paar. Immer sei auch etwas von einem spanischen Komponisten dabei, wenn sie vor Publikum auftreten.

Die Zusammenarbeit mit zeitgenössischen Komponisten findet das Paar sehr spannend. Hier können sie sich einbringen und an den Stücken aktiv mitarbeiten. «Damit schreiben wir in gewisser Weise auch Geschichte», freuen sich Gabriel Estarellas Pascual und Lea Heinzer.

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