«Ich kenne die Schule gut»

Beat Gähwiler will Präsident der Sekundarschulgemeinde Weinfelden werden. Er bringe für diese Aufgabe gute berufliche Erfahrungen mit, sagt der parteilose Kandidat.

Urs Bänziger
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Beat Gähwiler hofft, dass ihn auch Parteien unterstützen. (Bild: pd)

Beat Gähwiler hofft, dass ihn auch Parteien unterstützen. (Bild: pd)

WEINFELDEN. «Mein Rucksack ist gut gefüllt, um das Präsidium der Sekundarschulgemeinde Weinfelden zu übernehmen», sagt Beat Gähwiler. Er rechnet sich deshalb gute Chancen aus, am 15. April die Ersatzwahl zu gewinnen. Obwohl Gähwiler – im Gegensatz zu seiner Mitbewerberin Jeannette Künzle-Egger aus Märstetten, die von der FDP portiert und nominiert wurde – parteilos ist.

Schon einmal Behördenmitglied

«Ich bin motiviert, meine Erfahrungen und Kompetenzen der Sekundarschule zur Verfügung zu stellen», sagt der Kandidat aus Weinfelden. In seinem Rucksack hat Gähwiler nicht nur berufliche Erfahrungen, sondern auch solche in der Behörde. Denn er war schon einmal Mitglied der Sekundarschulbehörde Weinfelden; von 2005 bis 2009. Es sei zurückgetreten, weil die zeitliche Belastung zu gross gewesen sei. Beat Gähwiler war daran, sich ganz selbständig zu machen und sich vollumfänglich seiner Firma für Berufs- und Lebensberatung zu widmen.

Inzwischen sei die Firma so gut aufgestellt und mit den Mitarbeitenden organisiert, dass er das Teilpensum des Sekundarschulpräsidenten problemlos übernehmen könnte, sagt der Kandidat. «Ich bin bereit, diese neue Herausforderung anzupacken und mit der Behörde, den Schulleitern und den Lehrpersonen die Leitideen der Sekundarschulgemeinde Weinfelden umzusetzen.»

Eigene Unterrichtserfahrungen

Beat Gähwiler kennt die Schule nicht nur als Behördenmitglied, sondern auch als Primarlehrer. Er unterrichtete sieben Jahre, die meiste Zeit in Weinfelden. Seit rund 20 Jahren ist er als Berufsberater tätig. «Beides sind berufliche Erfahrungen, die für die Aufgabe des Sekundarschulpräsidenten von Nutzen sind.» Er sei von verschiedenen Leuten angesprochen und ermutigt worden, zu kandidieren. «Ich hoffe jetzt, dass ich auch auf die Unterstützung von der einen oder anderen Weinfelder Partei zählen kann», so Gähwiler.

Nicht nur Wahlen, sondern auch die Behördenarbeit ist für ihn ein demokratischer Prozess. «Ich wäre kein Präsident, welcher der Sekundarschule Weinfelden einen pädagogischer Stempel aufdrücken will.» Genauso, wie die Ziele innerhalb der Behörde und mit den Schulleitern festgelegt werden, müssten sie auch miteinander erreicht werden.

Lehrplan 21 umsetzen

Eine zentrale Aufgabe werde sein, den Lehrplan 21 umzusetzen. «Die Entwicklung der Schule geht in Richtung kompetenzorientierter Unterricht», erklärt Gähwiler. Integration und Individualismus seien nationale Trends in den Schulen, mit denen sich auch Weinfelden auseinandersetzen müsse.

Offen für Neues

In Zusammenhang mit der Ersatzwahl, aber auch schon vorher wurde vor allem in politischen Kreisen über die Möglichkeit einer Volksschulgemeinde Weinfelden diskutiert. Für Beat Gähwiler liegt die Volksschulgemeinde aber noch in weiter Ferne. «Sie wird dann ein ernsthaftes Thema, wenn die kleinen Primarschulgemeinden in der Region keine Leute mehr für die Behörden mehr finden.» Als Sekundarschulpräsident würde er sich jedenfalls nicht verschliessen, sollte die Volksschulgemeinde tatsächlich ernsthaft diskutiert werden. «Die Vorteil einer Volksschulgemeinde liegt in der Professionalisierung, anderseits ginge dadurch Eigenständigkeit verloren.»