«Ich bin guter Dinge»

Im ersten Wahlgang um das Kreuzlinger Schulpräsidium hat Michael Stahl den zweiten Platz belegt. Der FDP–Mann ist weiterhin für das Amt hochmotiviert und hofft, am 26. April die Reihenfolge ändern zu können.

Nicole D'orazio
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Herr Stahl, am 26. April findet der zweite Wahlgang für das Kreuzlinger Schulpräsidium statt. Sind Sie froh, wenn der Stress des Wahlkampfes vorbei ist?

Michael Stahl: Auf jeden Fall. Meine Frau hat mich in dieser intensiven Zeit unterstützt, und ich habe während des Wahlkampfes viel gelernt. Das schätze ich sehr. Es war mir jedoch als junger Vater sehr wichtig, genügend Zeit mit der Familie verbringen zu können.

Im ersten Wahlgang lagen Sie an zweiter Stelle hinter René Zweifel. Sie haben an mehreren Orten betont, dass Sie Ihre Kandidatur zurückgezogen hätten, wenn die FDP auf ihn umgeschwenkt wäre. Wollten Sie gar nicht mehr antreten, und hat Sie die Partei dazu überredet?

Stahl: Nein, nein. Meine Motivation für das Amt ist nach wie vor sehr hoch. Ich wäre gerne Schulpräsident. Mein Wiederantreten hatte nichts mit Überreden zu tun. Ich hätte meine persönlichen Interessen einfach zugunsten der Partei zurückgestellt. Aber ich habe das mit meinen FDP-Kollegen besprochen, und sie stehen hinter mir.

Ihre Kritiker betonen im Wahlkampf immer, Sie seien mit 36 Jahren zu jung. Was entgegnen Sie ihnen?

Stahl: Was heisst denn jung? Wenn man sich meinen Lebenslauf anschaut, sieht man, dass ich bereits viel gemacht und erreicht habe. Mein Alter spricht aber auch dafür, dass ich die Schule Kreuzlingen nachhaltig in die Zukunft führen möchte. Ich will sie gestalten, nicht verwalten und etwas für die Kinder machen.

Wie optimistisch sind Sie, den Sieg doch noch zu erringen?

Stahl: Ich bin guter Dinge. Ich durfte feststellen, dass meine Unterstützerliste massiv angewachsen ist.

Sie stehen auch auf der Liste der FDP für die Gemeinderatswahlen. Würden Sie beides machen, sollten Sie als Schulpräsident und als Gemeinderat gewählt werden?

Stahl: Ich denke nicht. Wobei ich der Ansicht bin, dass es nicht schlecht ist, wenn die Schule im Gemeinderat vertreten ist. Längerfristig wären beide Mandate eine Möglichkeit. Auch Kantonsrat zu sein, fände ich sehr spannend.

Man hört hinter den Kulissen immer wieder, dass Sie in vier oder acht Jahren Stadtrat oder sogar Stadtpräsident werden sollen. Wäre das für Sie ein Szenario?

Stahl: (Lacht) Das habe ich auch schon gehört. Aber das ist momentan kein Thema. Ich konzentriere mich auf das Schulpräsidium. Es stimmt aber, dass ich mich politisch stärker engagieren möchte, da ich nun nach dem Studium Zeit dafür habe. Deswegen stehe ich auch auf der FDP-Liste.

Sollte es mit dem Schulpräsidium nicht klappen, bleiben Sie in der Schulbehörde und arbeiten mit dem neuen Amtsinhaber zusammen?

Stahl: Ja ich würde bleiben. Von mir her wäre eine Zusammenarbeit kein Problem. Ich sehe dafür keinen Grund, solange die Arbeit gut gemacht wird. Ich komme mit René Zweifel gut aus, sollte er es werden. Und ich würde ihm nicht absichtlich Steine in den Weg legen. Dafür bin ich nicht der Typ.

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