«Ich bin als Teenager vor dem Volg rumgehängt»

Am Samstag, 17. Januar, ist Jasmin Albash im Altnauer «s-ka» zu Gast. Die junge Sängerin geniesst einen Einheimischen-Bonus.

Martina Eggenberger Lenz
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Jasmin Albash (Bild: pd)

Jasmin Albash (Bild: pd)

Frau Albash, Sie haben am Winterthurer Institut für aktuelle Musik Pop und Jazz studiert. Können Sie von der Musik leben?

Jasmin Albash: Ich lebe vor allem vom Unterrichten. Von den Konzerten alleine könnte ich nicht leben. Aber Gesang unterrichten ist ja auch Musik, also ja, ich kann von der Musik leben.

War Ihnen immer klar, dass für Sie nur die Musik als Beruf in Frage kommt? Oder haben Sie ursprünglich etwas anderes gelernt?

Albash: Zuerst habe ich das Lehrerseminar in Kreuzlingen besucht und habe zuerst eine Weile als Lehrerin gearbeitet bis ich mich getraut habe, den Schritt zu wagen, Musik zu studieren. Aber die Musik und das Singen waren immer schon sehr wichtig in meinem Leben.

Sie arbeiten als Gesangslehrerin. In den letzten Jahren gab es viele TV-Formate mit Gesangswettbewerben. Spüren Sie in Ihrer Schule diesen Boom?

Albash: Es gibt sicher einige, die sich durch diese Shows inspiriert fühlen zu singen und deshalb in den Gesangsunterricht kommen. Ich hatte auch schon Schülerinnen, die an solchen Wettbewerben teilgenommen haben. Die Mehrheit der Sänger, die ich unterrichte, singen vor allem weil sie grossen Spass haben, sich mit ihrer Stimme musikalisch auszudrücken.

Sie nennen Ihr Soloprojekt «The Richard Kingston Project». Was hat es damit auf sich?

Albash: Ja, das hat was mit einer Reise nach Kolumbien zu tun. Details verrate ich dann am Konzert.

Sie haben schon in Grossstädten wie Hamburg oder Barcelona gespielt. Wie ist es zu diesen Auftritten gekommen?

Albash: Diese Konzerte haben meine lieben Freunde, die in diesen Städten wohnen, für mich organisiert. Das war ein grosser Spass und gleichzeitig eine schöne Reise mit tollen Leuten.

Ist der Auftritt im Dorf der Kindheit für Sie speziell? Haben Sie noch einen grossen Bezug?

Albash: Ja, es ist schon sehr speziell für mich, in Altnau zu spielen. Ich bin gegenüber vom «s-ka» in die Schule gegangen und bin da als kleiner Zwerg rumgerannt und als Teenager vor dem Volg rumgehängt. Das ist schon lustig. Da ich seit acht Jahren in Basel wohne, habe ich nicht mehr so viel Bezug zu Altnau. Ich komme aber noch regelmässig in den Thurgau, um meine Eltern zu besuchen. Ich freue mich sehr, in meinem Heimatdorf zu spielen und bin ganz gespannt, wie viele bekannte Gesichter kommen werden.