Hypothek fast eine halbe Million

ARBON. Das Kinderhaus muss saniert werden und hat Bauarbeiten mit Kosten von 420 000 Franken vor sich. Die Hypothek muss aufgestockt werden.

Hedy Züger
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Mehrmals wiederholte Präsidentin Heidi Wiher-Egger an der Mitgliederversammlung des Kinderhauses ihren Slogan: «Wir tun dies für die Kinder, sie sind unsere Zukunft.» Was man den 50 Kindern an Kompetenzen mit auf den Weg gebe, sei gut angelegt.

Bund reduziert Beiträge

Dabei geht es auch um die Finanzierung. Zwar führten glückliche Umstände dazu, dass die Rechnung 2010 mit einem Vorschlag von 18 243 Franken abschliesst. Darunter ein Zuschuss des Bundes an die Schülerbetreuung, ein verdoppelter Beitrag der evangelischen Kirchgemeinde sowie Mehrerträge bei den Kostgeldern von Seiten der Eltern. Doch im Budget 2011 muss ein vorsichtiger Kurs einschlagen werden. Der Bund reduziert seine Anstossfinanzierung schrittweise.

Tarife überarbeitet

Präsidentin Wiher führte im Jahresbericht aus, dass Betriebs- und Tarifordnung überarbeitet wurden. Der Grad der Kostendeckung wurde hinterfragt und die Tarife für einheimische wie auswärts wohnhafte Familien angepasst. Die Betriebs- und Personalführung wurde durch das Departement Justiz und Sicherheit des Kantons Thurgau kontrolliert; der Bescheid ist positiv, es wurden keine Mängel festgestellt.

Nachwuchs

Täglich werden, verteilt auf fünf Gruppen, 50 Kinder betreut. Hinzu kommen viele Buben und Mädchen, die nur an bestimmten Tagen oder Halbtagen bleiben. Leises Lächeln in der Versammlung, als Heimleiterin Patrizia Pinna mit dem Betriebsbericht bekanntgab, dass letztes Jahr drei Mitarbeiterinnen wegen der Geburt ihrer Kinder pausierten.

Mitdenkerinnen

Auch die Kommission verändert sich. Maria Rupflin, Delegierte der katholischen Kirchgemeinde, trat nach 16 Jahren Mitarbeit zurück. Ihre Nachfolgerin ist Iris Willen. Im weiteren wird die neue Präsidentin der Primarschule Arbon, Regina Hiller, Mitverantwortung übernehmen. Hiller sagte, dass ihre beiden Töchter in einem Kinderhaus bei tageweisen Aufenthalten ihre Sozialkompetenzen erweitert hätten.