Hundstage mit Gewittern

Bodenseewetter

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Mit Südwestwinden wird diese Woche sehr warme Luft herangeführt. Da die Druckverteilung gleichzeitig zunehmend flacher wird, wird die Thermik (senkrechte Luftbewegungen) tüchtig angekurbelt. Dies führt zu schönem Hochsommerwetter, aber auch zu einem steigenden Gewitterrisiko. Der Schwerpunkt liegt in den Bergen, weil sich dort die Felsmassen immer schneller erhitzen als das grüne und waldige Flachland. Die Vertikalwinde erzeugen die hohen Gewittertürme und im weiteren Verlauf daraus die lokalen Schauer und Gewitter, die aber im Laufe der Nacht jeweils wieder in sich zusammenfallen.

So beginnen die Tage dieser Woche jeweils mit freundlichem Wetter. Am Nachmittag entwickeln sich Quellwolken und am Abend kracht es mancherorts. Das Bodenseegebiet und der Thurgau sind davon weniger betroffen, als das Appenzellerland, das Obertoggenburg und das Alpsteingebiet. Die Temperaturen steigen diese Woche kräftig in die Höhe. Heute werden um 30 Grad erreicht, am Dienstag und Mittwoch darüber. Mit Föhn kann es am Dienstag im Rheintal bis 35 Grad heiss werden.

Das ist nichts zur Hitze, die sich diese Woche über Spanien, Italien und Ostösterreich einstellt. Hier sind bis zu 40 Grad vorhergesagt. Ab Mittwoch sinken die Temperaturen leicht, erreichen aber immer noch 25 bis 30 Grad. Erst am Sonntag scheint sich eine kühlere Phase einzustellen mit vermehrten Schauern und Gewittern und nur noch knappen 25 Grad.

Wir sind jetzt in der Zeit der Hundstage, der oftmals heisstesten Zeit des Jahres. Es handelt sich um eine Wettersingularität (Wetterwiederholung), die sich Ende Juli, Anfang August oft einstellt. Der hellste Stern Sirius des Sternbilds Großer Hund ging bei den Ägyptern in dieser Zeit gemeinsam mit der Sonne auf. Die Römer haben diesen Zeitraum dann auch mit in ihren Kalender aufgenommen. (cf)