Hundedreck im Sandkasten

KREUZLINGEN. Auf dem Spielplatz neben dem Kindergarten Zeppelinring liegt Hundekot. Dabei ist der Zutritt ins Spielareal für die Vierbeiner sogar verboten. Es herrscht Empörung.

Leandra Reiser
Drucken
Teilen
Die Verbotstafel für Hunde wird auf dem Spielplatz an der Zeppelinringstrasse öfters missachtet. (Bild: Leandra Reiser)

Die Verbotstafel für Hunde wird auf dem Spielplatz an der Zeppelinringstrasse öfters missachtet. (Bild: Leandra Reiser)

Tatort Spielplatz: Mehrere Haufen Exkremente tierischer Abstammung lagen am Sonntag auf dem Kinderspielplatz Zeppelinring. Eine empörte Mutter beschwerte sich im Facebook über den Hundekot, den sie nach einem Besuch zum Spielplatz von den Schuhen ihrer Kinder entfernen durfte. Damit ist sie nicht allein. Zudem entdeckte auch der Leiter des Werkhofs Kreuzlingen bei einer Kontrolle tags darauf mehrere Haufen Hundedreck im Sand und auf dem Rasen des Platzes, der zum Spielen einladen sollte.

Hundehäufchen häufen sich

«Hier auf diesem Spielplatz ist es ganz schlimm», meint Sheriban Murtaj und schüttelt den Kopf. Die auf dem Spielplatz angetroffene Mutter, die mit ihrer Familie in einem Block unmittelbar daneben wohnt, beobachtet häufig Spaziergänger, die ihre Hunde auf dem Grundstück zwischen den Spielgeräten austoben lassen. Oft liessen die Besitzer ihre Hunde sogar von der Leine, meint sie. Für ignorante Hundehalter wie diese hat die Mutter, wie viele andere Bewohner des Quartiers, kein Verständnis. «In letzter Zeit ist mir ausserdem immer mehr Hundekot aufgefallen», fügt sie an. Die restlichen Mütter auf dem Platz bestätigen diese Beobachtung. Auch die Kinder ekeln sich, wenn sie während dem Herumtollen auf dem Rasen oder im Sandkasten Hundedreck antreffen.

Zutrittsverbot für die Vierbeiner

Dabei steht in unmittelbarer Nähe neben dem Kindergarten Zeppelinring ein Robidog, meint Caroline Leuch, Leiterin Kommunikation der Stadt Kreuzlingen. Generell würden zudem alle Spielplätze auf dem Stadtgebiet regelmässig von den Mitarbeitern des Werkhofs kontrolliert und gereinigt. Allerdings hätten die Tiere auf diesem Revier überhaupt nichts zu suchen. «Die Kinderspielplätze dürfen von Hunden nicht betreten werden, entsprechende Verbotstafeln weisen die Hundebesitzer darauf hin», schreibt Leuch. Nichtsdestotrotz komme es leider vor, dass das Verbot nicht befolgt werde. Im Online-Merkblatt für Hundebesitzer weist die Stadt Kreuzlingen ausserdem explizit auf Vorschriften der Hundehaltung hin. Übertretungen dieser Gesetzgebungen wie etwa eine nicht korrekte Beseitigung von Hundekot auf Trottoirs und Fusswegen sowie in Park-, Schul-, Spiel- oder Sportanlagen, Gärten, Futterwiesen und Gemüsefeldern werden mit einer Busse von 150 Franken bestraft.

Sollte selbstverständlich sein

Allerdings sollte es doch selbstverständlich sein für Hundebesitzer, sich an der Nase zu nehmen und die Geschäfte ihrer Lieblinge zu entsorgen – zum Wohle der Allgemeinheit, meint Sheriban Murtaj. Für die meisten ist es das auch, doch immer wieder gibt es Ausnahmefälle, wie sich zeigt. So lässt sich nur hoffen, dass sich die verantwortlichen Hundebesitzer die Vorschriften der Stadtverwaltung zu Herzen nehmen und durch die Fäkalien ihrer Vierbeiner künftig keinen gesellschaftlichen Ärger mehr verursachen.

Aktuelle Nachrichten