Hunde liessen sich durch nichts aus der Ruhe bringen

Zwölf Hundebesitzer zeigten beim Wesenstest in Wigoltingen, wie gut sie ihre Tiere unter Kontrolle haben. Dabei waren Hunde verschiedener Rassen und Grössen.

Deborah Rutz
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wigoltingen. Egal ob Kinder, Fussgänger oder ein Picknickkorb: Die zwölf Hunde, die in Wigoltingen bei der Hundeschule von Angie Fink zum «Hundeführerschein»-Test antraten, liessen sich am Sonntag von nichts aus der Ruhe bringen.

Die Hundebesitzer bewiesen, dass sie ihre Vierbeiner unter Kontrolle haben. Keine Probleme hatte Cyrill Durrer aus Lommis, der mit seinem Bernhardiner Mino nicht nur das grösste, sondern mit 90 Kilo auch das schwerste Tier zu bändigen hatte. «Ich bin sehr zufrieden. Mino hat die Aufgaben gut gelöst.»

Keine Schosshündchen

Grund zur Freude hatten auch Sandra Prest und Peter Maritz aus Lengwil, die mit den kleinsten Hunden vertreten waren. Ihre Chihuahuas Flo und Ike liessen sich von ihren Gegenübern nicht aus der Ruhe bringen. Dies ist keine Selbstverständlichkeit. Nicht etwa weil die Hunde weniger Gehorsam hätten, sondern weil viele Hundebesitzer bei kleinen Tieren das Gefühl haben, dass diese keinen Kurs benötigen. «Viele glauben, dass kleine Hunde von Natur aus süss und lieb sind.

Aber auch Chihuahuas haben natürliche Triebe», weiss Angie Fink.

Aus diesem Grund nahmen auch Prest und Maritz am Test teil. «Wir sehen unsere beiden Hunde als Tiere an und nicht für die Handtasche», sagt Prest. Das Image des Schosshündchens sei falsch. «Alle Tiere wollen ihren Auslauf», bekräftigt Fink.

Umgang ist wichtig

Dass dies nicht überall so ist, weiss Nicole Schätting aus Homburg, die mit ihrer Dogo Argentino Mischlingsdame Ginger teilnahm.

Eine Rasse, die gerne als «Kampfhund» abgestempelt wird, auch in Hundeschulen. Nicht so bei Fink: «Ich gebe allen eine Chance.» Entscheidend sei nicht die Grösse oder die Rasse der Hunde, sondern der Umgang mit ihnen.