Hug: «Talsohle ist durchschritten»

«Der Stadtrat geht davon aus, dass mit dem Defizit von 2,2 Mio. Franken in der laufenden Rechnung 2009 die Talsohle im städtischen Finanzhaushalt durchschritten ist», betonte Finanzressortchef und Vizestadtammann Patrick Hug.

Merken
Drucken
Teilen

«Der Stadtrat geht davon aus, dass mit dem Defizit von 2,2 Mio. Franken in der laufenden Rechnung 2009 die Talsohle im städtischen Finanzhaushalt durchschritten ist», betonte Finanzressortchef und Vizestadtammann Patrick Hug. Die starke Wohnbautätigkeit und die steigende Einwohnerzahl führten nämlich jetzt schon zu höheren Steuereinnahmen.

So wurde die Rechnung vom Parlament gnädig abgenommen. Der Aufwandüberschuss wird dem Eigenkapital belastet, das damit um die Hälfte reduziert wird.

Und die Steuerkraft (1492 Franken pro Einwohner) liege wieder unter dem Schnitt der letzten fünf Jahre, bemerkte Silke Sutter Heer, Präsidentin der Finanz- und Geschäftsprüfungskommission (FGK).

Der Ruf nach wirksamerem Controlling ertönte aus den SVP-Reihen. Und Max Gimmel (FDP) will mit einer Motion, dass der Stadtrat ein Projekt- und Überwachungssystem für die Stadtentwicklung schafft.

Während Konrad Brühwiler (SVP) betonte, Sparen und Qualitätssicherung müssten kein Widerspruch sein, möchte Erica Willi (SP) die Lebensqualität in Arbon bewahrt sehen: «Die angefangenen Projekte sind weiterzuführen, aber ohne Luxus und Ballast. Sind wir uns bewusst, dass wir in Arbon auf hohem Niveau jammern!» (me)