Hug sorgt für eine Auswahl

Sechs Personen für fünf Sitze: Die von sieben auf fünf Mitglieder verkleinerte Sekundarschulbehörde wird am 8. Februar neu bestellt. Irmgard Schönenberger und Kurt Boehringer treten nicht mehr an, dafür stellt sich Sibylle Hug zur Wahl.

Christa Kamm-Sager
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Martin Nafzger, SP.

Martin Nafzger, SP.

Die neue Gemeindeordnung sieht eine Verkleinerung der Sek-Behörde von sieben auf fünf Mitglieder vor. Mit dem Rücktritt der beiden Mitglieder Kurt Boehringer und Irmgard Schönenberger, beide waren seit 2001 in der Behörde, wären gleich viele Kandidaten, wie Sitze sind, zur Verfügung gestanden. Sibylle Hug sorgt mit ihrer Kandidatur jetzt aber für eine Auswahl: Sie möchte von der Primarschulbehörde in die Sek-Behörde wechseln. Erneut zur Wahl stellen sich Präsident Gustav Saxer (FDP), Vizepräsident Walter Bohl (SVP), Reto Lieberherr (CVP), Martin Nafzger (SP) und Helena Städler (parteilos). Die neue Sek-Behörde wird am 8. Februar an der Urne bestellt.

Erfahrungen einbringen

Martin Nafzger (Jahrgang 1958) ist seit 1997 in der Sek-Behörde und damit amtsältestes Mitglied. Er ist Präsident der Baukommission und sieht in dieser Aufgabe auch darin seine grösste Motivation, für eine weitere Amtsdauer in der Behörde Einsitz zu nehmen. «Ich habe mir in diesem Bereich ein grosses Wissen angeeignet und möchte dieses gerne weiterhin einbringen und Angefangenes fertig machen.» Zudem habe er als Unternehmer auch den Blick für die Seite als Lehrlingsausbildner, der die Jugendlichen von der Schule übernehme, und gesunde Finanzen seien ihm ein Anliegen. Zu seinen besonderen Stärken, die er in die Behörde einbringen könne, zählt Martin Nafzger das Wissen im Bereich Bau und Finanzen.

In seine dritte Amtszeit starten möchte Walter Bohl (1963). Auch ihn motiviert das gute Team und er möchte den Prozess rund um die geleitete Schule und die durchlässige Sekundarschule weiter betreuen. «Jetzt kommt die Konsolidierungsphase und es ist gut, wenn wir jetzt den Schwerpunkt auf die pädagogische Vertiefung setzen können.» Es sei ihm wichtig, dass die Sek sich jetzt im pädagogischen Bereich weiterentwickeln könne, zum Beispiel im Bereich neue Lernstrukturen. Als Vizepräsident und Mitglied der Personalkommission sei für ihn in den nächsten Jahren sicher der Lehrkräftemangel auf der Sek-Stufe ein Thema. Ihm liege das Planerische und Strukturelle der Behördenarbeit mehr als der pädagogische Bereich. «Man kann in so einer Behörde etwas bewegen und etwas beitragen zur Entwicklung.» Sein gesunder Menschenverstand helfe ihm dabei, so Bohl.

Sichtweise von Eltern

Ebenfalls von einem guten, motivierenden Team spricht Reto Lieberherr (1963), der zum ersten Mal zur Wiederwahl antritt. «Bildungsfragen interessieren mich als Vater sehr», begründet er seine Motivation, in der Sek-Behörde zu arbeiten. Wichtig für die nächsten Jahre scheint ihm, die durchlässige Sek, die jetzt eingeführt sei, weiter zu festigen. Als Mitglied der Schulentwicklungskommission ist es ihm ein Anliegen, sich vertieft mit der Art und Weise der Vermittlung des Lernstoffes auseinanderzusetzen. «Ich schaue die Arbeit in der Behörde eher aus der Sicht des Bürgers und der Eltern an.» Reto Lieberherr bezeichnet sich als teamfähig und vertraut mit Familienthemen. Ein guter Umgang untereinander sei ihm wichtig.

Zwei Frauen und Mütter

Amtsjüngstes Mitglied in der Sek-Behörde ist Helena Städler (1960). Sie ist in der Personalkommission und Delegierte der Sek-Behörde in der Kommission Jugendtreff. «Ich habe in diesem ersten Jahr in der Behörde Erfahrungen sammeln können und finde es wichtig, dass auch die Denkweise von Müttern vertreten ist», so Helena Städler. Für sie stünden jederzeit Schülerinnen und Schüler im Mittelpunkt. In nächster Zeit sei es vordringlich, das neue Leitbild umzusetzen, das Projekt «Lernen lernen» anzupacken und die Eltern vermehrt miteinzubeziehen. Helena Städler bezeichnet sich selber als gute Zuhörerin und bestrebt, nach praktischen und umsetzbaren Lösungen zu suchen.

Als zweite Frau für die Sek-Behörde stellt sich neu Sibylle Hug (1956) zur Wahl. Die Mutter nes 12jährigen Buben ist in der Primarschulbehörde Mitglied der Schulentwicklungskommission, und ihr ist es ein Anliegen, dass die Behörden näher zusammenrücken und die obligatorische Schulzeit als Ganzes betrachten. «Hier kann ich meine Erfahrungen bestens einbringen», ist sie überzeugt. Ihr ist es ein grosses Anliegen, dass die Frauen ihre Sichtweise in die Behörde tragen, da ja vor allem Mütter vom Schulalltag direkt tangiert seien. Sibylle Hug liegt vor allem die Schulentwicklung am Herzen. Eine enge Zusammenarbeit zwischen Schülern, Eltern und Lehrpersonen und zwischen den beiden Schulleitungen und Schulbehörden scheint ihr zudem zentral. «Meine Stärken liegen in der Schulentwicklung.» Neben einem guten Projektmanagement ist ihr eine wertschätzende und offene Kommunikation zwischen allen Beteiligten ein Anliegen.

Walter Bohl, SVP.

Walter Bohl, SVP.

Reto Lieberherr, CVP. (Archivbilder: Reto Martin)

Reto Lieberherr, CVP. (Archivbilder: Reto Martin)

Helena Städler, parteilos. (Archivbild: chs)

Helena Städler, parteilos. (Archivbild: chs)

Sibylle Hug, parteilos. (Bild: pd)

Sibylle Hug, parteilos. (Bild: pd)

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