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HRS-Bauten: Widerstand wächst

ROMANSHORN. Die Gegner der geplanten Überbauung des Güterschuppenareals in Romanshorn legen Beschwerde beim Verwaltungsgericht ein. Gleichzeitig lanciert eine Gruppe demnächst eine Initiative zur Verhinderung der Wohnblöcke.
Markus Schoch
Güterschuppenareal: Der Rechtsstreit um die Überbauung geht in die nächste Runde. (Bild: Reto Martin)

Güterschuppenareal: Der Rechtsstreit um die Überbauung geht in die nächste Runde. (Bild: Reto Martin)

Romanshorn. Gion Camenisch lässt sich nicht beeindrucken vom Entscheid des Departementes für Bau und Umwelt (DBU). Dieses hatte vor Weihnachten den Gestaltungsplan für das Güterschuppenareal am Romanshorner Hafen ohne Vorbehalt genehmigt. «Das ist eine rein juristische Beurteilung», sagt der Bündner mit Wohnsitz am Romanshorner Hafen.

Er hatte vor eineinhalb Jahren zusammen mit anderen Einsprache gegen die geplante Überbauung der Brachfläche am See eingereicht.

Vorgesehen sind zwischen altem Zollhaus und Bahnhof fünf Wohnblocks und der Gemeindesaal, über den die Romanshorner am 15. Mai abstimmen können.

Entscheid nicht viel wert

Die Mehrheit der Einsprecher will sich wie Camenisch nicht mit dem Entscheid des Kantons abfinden. 14 Personen haben darum kürzlich Beschwerde beim Verwaltungsgericht eingelegt.

Einer von ihnen ist Karl Hofmann. Für ihn ist es «unverständlich, weshalb das schönste Stück Land in Romanshorn verbaut werden soll, anstatt etwas wirklich Attraktives für die Bewohner und Besucher zu machen», wie es der Zonenplan vorsehe.

Anstösser Dieter Bötschi sieht keinen Grund, die Flinte ins Korn zu werfen. Die Einschätzung der Rechtslage durch das DBU ist nach Meinung des Architekten nicht allzu viel wert, da es in die Ausarbeitung des Gestaltungsplans eng einbezogen und für dessen Vorprüfung verantwortlich war.

Selbst Departementschef Jakob Stark sei bei einer Sitzung dabei gewesen, als es darum gegangen sei, letzte Probleme zu bereinigen, sagt Bötschi. «Es wäre eigenartig gewesen, wenn er nachträglich nicht abgesegnet hätte, was er zuvor für richtig befunden hatte.»

Überbauung ist zonenwidrig

Für die Einsprecher hat sich denn auch mit dem Entscheid des Kantons nichts an der Ausgangslage geändert.

Sie bemängeln in ihrer Beschwerde vor allem, dass die vorgesehene Überbauung dem Baureglement widerspricht. Das Güterschuppenareal liege in der Touristikzone, wo jetzt praktisch nur Wohnungen gebaut werden sollen, machen sie in ihrem Schreiben ans Verwaltungsgericht geltend. Vertretbar sei ein Anteil von maximal 70 bis 75 Prozent, tatsächlich seien es aber 93 Prozent.

Die Wohnblöcke der HRS seien auch 1,8 Meter zu hoch und hätten vier statt der drei zulässigen Vollgeschosse. Weiter sind nach Meinung der Einsprecher die Erschliessungsprobleme nicht gelöst und es gibt zu wenige Parkplätze.

«Viel gravierender ist aber die Missachtung der Vorgaben aus dem Gutachten der Eidgenössischen Kommission für Denkmalpflege und der Eidgenössischen Natur- und Heimatschutzkommission in bezug auf Gebäudehöhen und Einordnung in das geschützte Ortsbild am Hafen», schreiben die Einsprecher weiter.

Saal am falschen Ort

Neu führen sie auch ins Feld, dass der geplante Gemeindesaal am falschen Platz wäre. «Er dürfte nur in einer Zone für öffentliche Bauten und Anlagen gebaut werden», argumentieren sie mit Hinweis auf Arbon und Amriswil.

Dass das Verwaltungsgericht noch vor der Saalabstimmung in gut drei Monaten zu einem Urteil kommt, ist nach Ansicht von Camenisch eher unwahrscheinlich. Es spiele letztlich keine Rolle.

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