Horner Nein zum Kindergarten

Nach einer hitzigen Debatte schicken die Horner die Vorlage für einen neuen Kindergarten bachab. Mit 145 gegenüber 88 Stimmen überwog das Nein-Lager klar. Einzig die FDP setzte sich für das Vorhaben ein.

Linda Müntener
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HORN. 261 Horner waren am Montag an der Bürgerversammlung aufmarschiert. Schulpräsidentin Margrit Schrepfer und Architekt Lukas Imhof stellten das Projekt vor. Optisch ist der geplante Neubau an der Feldstrasse in das Sanierungsprojekt der Doppelturnhalle integriert. Er soll gleichzeitig realisiert werden, weil man auch 150 000 Franken dank Synergienutzung sparen könnte, sagte Imhof. Laufe alles nach Plan, könnte der Kindergarten zum Schulbeginn 2017 eingeweiht werden – pünktlich zum Bezug der ersten Wohnungen in Horn West.

Bauen auf Vorrat?

Es entbrannte dann eine emotionale Debatte. Einzig FDP-Präsident Michael Raduner spricht sich an diesem Abend im Namen der Partei für das Projekt aus. Die Kommentare der anderen Votanten reichten von «unnötig» bis «ein fertiger Blödsinn». Horn habe bereits zwei gut funktionierende Kindergärten, sagte ein Votant: «Hier will man klar auf Vorrat bauen.»

«Der neue Kindergarten wird nie leer stehen», versichert hingegen Margrit Schrepfer. Jene Kinder, die heute den Kindergarten Himmelrich besuchen, sollen von Anfang an im neuen Kindergarten an der Feldstrasse beschult werden. Eine allfällige Sanierung des Kindergartens Himmelrich im Falle eines «Nein» zum Neubau beziffert die Schulbehörde mit Kosten von rund einer Million Franken.

Vorwurf der Fehlinformation

«Das ist deutlich zu viel. Und eine Fehlinformation», musste sie sich vorhalten lassen. Christoph Egli von der Baukommission räumte ein, dass diese geschätzten Kosten auf keinem konkreten Projekt basieren und absichtlich hoch angesetzt sind. «Damit uns nachher niemand vorwerfen kann, dass die Sanierung teurer als geplant wird.»

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