HORN: «Konkurrenz belebt das Geschäft»

An der Seestrasse wird zurzeit gebaut. Am 30. März eröffnet eine neue Coop-Filiale. Das ist den Detaillisten Volg und Denner nicht entgangen.

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Zurzeit stehen noch Bagger auf dem Areal Horn-West, doch schon in etwas mehr als zwei Wochen sollen hier Kunden ein und aus gehen. Seit September wird fleissig gebaut an der Seestrasse 111 in Horn, gegenüber dem Raduner-Areal. Auf 777 Quadratmetern entstehen Eigentumswohnungen sowie eine neue Coop-Filiale. Für Letztere geht’s nun in den Endspurt. Ein grosses Schild vor der Baustelle kündet die Neueröffnung am 30. März an. «Auf die Kundschaft wartet ein moderner, heller und übersichtlicher Supermarkt», sagt Markus Brunner, Leiter PR von Coop Ostschweiz. Rund 1,7 Millionen Franken habe Coop in den neuen, 550 Quadratmeter grossen Standort investiert. «Das umfassende Sortiment mit über 10000 Artikeln wird die täglichen Bedürfnisse optimal abdecken. Eine einladende Früchte- und Gemüseabteilung sowie täglich frisch gebackenes Brot sind die Highlights.»

Der neue Coop ist erst das dritte Lebensmittelgeschäft in Horn. Nur wenige Meter von der neuen Filiale entfernt, an der Seestrasse 108, steht ein Denner. Etwas weiter, an der Ecke Seestrasse und Zollstrasse, steht ein Volg. Um die neue Coop-Verkaufsstelle machen sich die beiden Lebensmittelläden keine Sorgen. «Konkurrenz belebt das Geschäft und ist keine aussergewöhnliche Situation», sagt Thomas Kaderli, Mediensprecher der Denner AG. Während der Eröffnung könne sich die Kundenfrequenz verändern. Längerfristig habe die neue Coop-Filiale aber keinen Einfluss auf die Kundenzahlen. «Wir heben uns bezüglich Preis- und Sortimentsgestaltung klar ab von unseren Mitbewerbern. Zudem geniessen wir das Vertrauen der Kunden.»

«Das ist keine Seltenheit»

Auch bei Volg sieht man dem Coop gelassen entgegen. «Es ist keine Seltenheit, dass es in der Umgebung Konkurrenz gibt», sagt Tamara Scheibli, Leiterin Kommunikation der Volg AG. «Auch unter veränderten Rahmenbedingungen geben wir weiterhin täglich unser Bestes.» Mit dem Umsatz der Filiale in Horn sei man zufrieden. «Wir sind zuversichtlich, dass uns die Kunden auch weiterhin die Treue halten werden.» Man werde an der bewährten Volg-Strategie festhalten. «Ein abgerundetes Sortiment für den täglichen Bedarf, freundliches Ladenpersonal und attraktive Öffnungszeiten zeichnen uns aus.»

In der Nachbargemeinde Steinach wurde 2010 eine Coop-Filiale geschlossen, weil ein Neubau und eine Vergrösserung der Verkaufsfläche nicht bewilligt wurden. Bisher gab es noch die Standorte Rorschach, Goldach und Arbon. «Die neue Überbauung Horn-West bietet eine ausgezeichnete Gelegenheit, die bestehenden Standorte von Coop am oberen Bodensee zu ergänzen», sagt Markus Brunner.

Alain Rutishauser

arbon@thurgauerzeitung.ch