HORN: Horn seit 200 Jahren selbständig

Am letzten Julitag dieses Jahres finden die Jubiläumsfeierlichkeiten «200 Jahre selbständige Gemeinde Horn» statt. Gefeiert wird dann unter anderem mit einem öffentlichen Gemeinde-Sonntagsbrunch.

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Thurgauer Exklave im Osten: Die Bodenseegemeinde Horn. (Bild: Max Eichenberger)

Thurgauer Exklave im Osten: Die Bodenseegemeinde Horn. (Bild: Max Eichenberger)

HORN. Die Geschichte von Horn ist eng verknüpft mit der Geschichte und vielen geistlichen und weltlichen Persönlichkeiten des Bistums Konstanz. Horn wird erst relativ spät in einer Urkunde vom 27. November 1155 erwähnt.

Dank Ulrich Sauter im Thurgau

Aus territorialen und rein praktisch-organisatorischen Erwägungen wurde 1798 in der angestrebten zentralistischen Landesverwaltung erwogen, Horn dem Kanton Säntis (Nordteil des heutigen Kantons St. Gallen) einzugliedern. Es gelang jedoch dem Regierungsstatthalter Ulrich Sauter, Horn dem Thurgau zu erhalten. Von 1798 bis 1803 bildete Horn eine eigene Munizipalgemeinde. In der Mediationszeit (1803 bis 1813) verlor Horn jedoch die Eigenständigkeit als Gemeinde wieder. Mit der Restaurationsverfassung von 1814 gewann Horn den Status der Munizipalgemeinde zurück, und das Gesetz zur «Neuen politischen Einteilung des Kantons Thurgau» vom Jahr 1816 bestimmte dann Horn als Munizipalgemeinde des Amtsbezirkes Arbon.

Festschrift herausgegeben

Die Gemeinde Horn darf also in diesem Jahr auf 200 Jahre Selbständigkeit und Unabhängigkeit als (Munizipal-)Gemeinde zurückblicken. Viel wurde zwischenzeitlich organisiert und ein attraktives Programm zusammengestellt. Der Gemeinderat lädt die Bevölkerung dazu ein, dieses Jubiläum am 31. Juli gemeinsam zu feiern, unter anderem mit einem Sonntagsbrunch. Zum Anlass hat die Gemeinde eine Festschrift herausgegeben. (red.)