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HORN: Abwasser wird bald teurer

5,3 Millionen Franken von den acht Gemeinden: So budgetiert der Abwasserverband Morgental wie seit siebzehn Jahren auch für 2018. Danach werden die Kosten steigen.
Fritz Bichsel
Neue Anlagen für Schlammtrocknung in der ARA Morgental. Sie werden in der letzten Etappe für 1,35 Millionen Franken ergänzt. (Bild: Max Eichenberger)

Neue Anlagen für Schlammtrocknung in der ARA Morgental. Sie werden in der letzten Etappe für 1,35 Millionen Franken ergänzt. (Bild: Max Eichenberger)

Fritz Bichsel

arbon@thurgauerzeitung.ch

Die ARA im Steinacher Morgental muss mehr Abwasser und alles in zusätzlichen Stufen reinigen. Am Kanal- und Pumpnetz in ­Mörschwil, Tübach, Horn, Berg, Steinach, Roggwil, Arbon und einem Streifen von Egnach müssen laufend Teile saniert, ersetzt oder ergänzt werden. Trotzdem stellt der Verband den Gemeinden seit 2001 pro Jahr unverändert 5,3 Millionen Franken in Rechnung. Das ermöglichen rationellerer Betrieb, wirksamere Anlagen, Energiegewinnung aus Abwasser und weiteren Quellen, tiefe Zinsen und die Einlage von Ertragsüberschüssen in die Reserve zum Ausgleich schwankender Kosten.

Auch 2018 müssen die Gemeinden ­­dieselbe Summe tragen. An der Budgetversammlung im Bad Horn erinnern aber Andreas Balg, als Stadtpräsident von ­Arbon Präsident des Verbandes, und Rechnungsführer Mischa Vonlanthen die Delegierten an Ankündigungen seit zwei Jahren: Ab 2019 wird dieser Betrag schrittweise ansteigen, nach derzeitiger Berechnung auf 6,8 Millionen Franken bis zum Jahr 2021. Entsprechend werden dann die Gemeinden für ihre Einwohner und Betriebe den Preis erhöhen.

Für den absehbaren Anstieg der Kosten nennen die Betriebskommission, der Geschäftsführer und beigezogene Experten zwei Hauptgründe: Mehraufwand für den Unterhalt der Anlagen im Wert von inzwischen gegen 200 Millionen Franken und neue Investitionen für zusätzliche Reinigungsmassnahmen.

2018 Investitionen für fünf Millionen Franken

Die Wende zeigt sich im Budget für 2018, das die Delegierten der Gemeinden und Betriebe ein­hellig genehmigen: Im Vergleich zu 2017 steigen die Investitionen von 4,0 auf 4,9 Millionen und die Abschreibungen von 1,9 auf gegen 2,1 Millionen Franken. So sinkt der Ertragsüberschuss zur Ein­lage in die Reserve von 0,7 auf 0,5 Millionen Franken. Im Finanzplan sind ab 2020 Bezüge aus dieser Reserve vorgesehen.

Den Klärschlamm trocknet die ARA Morgental nun selber. Das reduziert Lastwagentransporte ins Schlammzentrum bei der ARA Altenrhein erheblich. Die neue Anlage laufe wunsch­gemäss, berichtet Geschäftsführer Roland Boller. Als letzte Etappe muss der Lagerraum für Flüssigschlamm erneuert und aufgrund grösserer Mengen und gesetz­licher Vorgaben ausgebaut werden. Dafür bewilligen die Verbands­delegierten 1,35 Millionen Franken. Als grösste Investition wird 2018 der Bau einer Reinigungsstufe zur Elimination von Mikroverunreinigungen beginnen. Diese Anlage wird für die ARA Morgental und die ARA Hofen für einen Teil der Stadt St. Gallen und die Gemeinde Wittenbach gemeinsam gebaut in Steinach. Dorthin fliesst das Wasser aus der ARA Hofen bereits jetzt für Energiegewinnung und zusätzliche Reinigung vor der Ableitung in den See.

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