Hopp Dani!

Mein lieber Sohn… …die Ausgangslage für den Match heute abend gegen Bellinzona ist sicher nicht schlecht. Ein 1:0 beispielsweise würde Deinem FC St. Gallen ja schon reichen, um nicht abzusteigen.

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Mein lieber Sohn…

…die Ausgangslage für den Match heute abend gegen Bellinzona ist sicher nicht schlecht. Ein 1:0 beispielsweise würde Deinem FC St. Gallen ja schon reichen, um nicht abzusteigen. Du musst Dich jetzt noch einmal voll auf dieses Spiel konzentrieren und alles geben. Bisher hast Du Deine Sache ja wirklich gut gemacht!

Ich werde mit Deinem Vater und Deiner Schwester den Match wie immer von der Haupttribüne des Espenmoos aus verfolgen. Und mich dabei schlecht fühlen, vor allem wenn das Spiel in Richtung Deines Tores läuft – auch das ist immer so. Die zweite Halbzeit Eures Auswärtsspiels in Bellinzona beispielsweise habe ich nicht mehr vor dem Fernseher, sondern in der Küche beim Abwaschen verbracht. Aber das ist heute im Stadion ja nicht möglich.

Lieber Daniel, ich wünsche Dir, dass Du mit dem FC St. Gallen in der obersten Spielklasse bleibst. Schon als Teenager sagtest Du immer, dass Du eines Tages beim FCSG im Tor stehen würdest – und ich staunte manchmal, mit welcher Überzeugung Du das tatest. Du hast immer auf dieses Ziel hingearbeitet, es nie aus den Augen verloren. Manchmal warst Du zwar traurig, weil Du Freundschaften nicht so pflegen konntest wie andere, sondern ins Training gehen musstest. Aber die richtigen Kollegen sind Dir ja geblieben. Und sie kommen meistens auch an den Match, um Dich zu unterstützen.

Daniel, mach weiter so und glaub fest daran!

Notiert: dwa

Alles oder nichts: Der Romanshorner Goalie Daniel Lopar und sein FC St. Gallen müssen heute abend im Kampf gegen den Abstieg gegen Bellinzona ein 2:3 aufholen, um weiterhin in der obersten Spielklasse vertreten zu sein – das Spiel der allerletzten Chance also. Der heutige Text bildet den Abschluss unserer Kurzserie für Daniel Lopar.

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