Holzschnitzel ersetzen Gas

ROMANSHORN. Ab kommenden Sommer wird das Wasser im Seebad ökologischer erwärmt. Die Romanshorner stimmten gestern für den Bau der Qualischnitzel-/Pelletsanlage, welche die Gasheizung ersetzt.

Andrea Kern
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Das Badewasser wird im Seebad auch in Zukunft beheizt sein. (Bilder: Christa Kamm-Sager)

Das Badewasser wird im Seebad auch in Zukunft beheizt sein. (Bilder: Christa Kamm-Sager)

1451 Stimmbürgerinnen und Stimmbürger sagten gestern Ja zur neuen Heizung im Seebad. Im Verhältnis zu den 373 Nein-Stimmen ist das Resultat eine deutliche Zustimmung zum Ersatz der in die Jahre gekommenen Gasheizung. Die Stimmbeteiligung war hingegen nicht besonders hoch. Nur 31,7 Prozent der stimmberechtigten Romanshornerinnen und Romanshorner legten ihre Meinung in die Urne.

26 Jahre alte Heizung ersetzen

Mit dem Ja zur neuen Heizung wird die 1984 installierte Gasheizung durch eine Qualischnitzel-/Pelletsanlage ersetzt. Dabei spielt die Ökologie eine wichtige Rolle. Denn die Gasheizung überschritt die massgeblichen Grenzwerte der Luftreinhalteverordnung. Laut Gesetz ist der Bau neuer oder die Sanierung bestehender Anlagen zur Erwärmung von Badewasser nur erlaubt, wenn sie entweder mit erneuerbarer Energie oder mit anderweitig nutzbarer Abwärme betrieben werden.

Visiere sind plaziert

In einer Machbarkeitsstudie prüfte der Gemeinderat sechs Varianten. Die Wahl fiel insbesondere deshalb auf die Qualischnitzel-/Pelletsanlage, weil der Kanton aus dem Förderprogramm für erneuerbare Energien und Energieeffizienz einen Beitrag zusicherte. Er beteiligt sich mit 200 000 Franken an den Bruttokosten von 930 000 Franken.

Mit dem Bau wird in Kürze begonnen. Für die neue Anlage ist ein Anbau an den bestehenden Technik- und Heizungsraum nötig. Die Visiere stehen bereits.