Holzbau als weitere Entlastung

Die Kindergärtler- und Schülerzahlen in Tägerwilen steigen an. Der bewilligte Erweiterungsbau beim Schulhaus Hauptstrasse reicht für die vielen Kinder nicht aus. Deswegen benötigt auch das «Trittenbach» einen Ausbau.

Nicole D'orazio
Merken
Drucken
Teilen
Ansicht des Schulhaus Trittenbach von Süden her. Die Schulbehörde hat sich für den Erweiterungsbau für diesen Standort entschieden. (Bild: Nana do Carmo)

Ansicht des Schulhaus Trittenbach von Süden her. Die Schulbehörde hat sich für den Erweiterungsbau für diesen Standort entschieden. (Bild: Nana do Carmo)

TÄGERWILEN. Tägerwilen wächst und wächst. Damit steigt auch die Zahl an Kindergärtlern und Schülern stark an. Im Dorf gibt es mittlerweile sechs Kindergarten-Einheiten – so viele wie noch nie. Damit die Kinder auch in der Schule genug Platz haben, musste die Behörde der Volksschulgemeinde Tägerwilen rasch reagieren. «Der im September bewilligte Erweiterungsbau beim Schulhaus Hauptstrasse reicht nicht aus», sagt Karin König-Ess, die Präsidentin der Volksschulgemeinde Tägerwilen, zu der auch Wäldi und Gottlieben gehören. Deswegen befinden die Stimmbürger an der Schulgemeindeversammlung am Montagabend über einen Projektierungskredit für eine Erweiterung des Schulhauses Trittenbach über 100 000 Franken.

Es werden noch mehr Kinder

«In den nächsten drei Jahren rechnen wir mit weiterhin steigenden Schülerzahlen. Deswegen muss es schnell gehen. Auf nächsten Sommer sollten wir bereits ein Schulzimmer mehr haben, sicher ab August 2016.» Die Behörde hat sich nach einer Standortevaluation für einen Ausbau südlich des Schulgebäudes entschieden. Die Tartanbahn kommt dann weg.

«Wir haben uns für einen Modulbau aus Holz entschieden», sagt die Präsidentin. «Dieser ist nicht für die Ewigkeit gedacht, aber sicher für 30 Jahre.» Der Bau soll vier Schulzimmer, vier Gruppenräume und Nasszellen umfassen. Auch soll ein Lift eingebaut werden, da das «Trittenbach» noch über keinen verfügt. «Sollten wir den Raum eines Tages nicht mehr benötigen, könnte dieser sehr einfach umgenutzt werden. Beispielsweise als Bibliothek.» Man wolle keine Strukturen bauen, die man nicht anders nutzen könne. «Irgendwann kann man diesen Modulbau sehr einfach abbrechen», sagt Karin König-Ess.

Ein Teil ist vorfinanziert

Im Finanzplan sind für den Erweiterungsbau Investitionen von drei Millionen Franken eingeplant. Eine halbe Million Franken ist bereits vorfinanziert. «Es ist nicht so, dass wir in der Behörde zu spät auf die vielen neuen Kinder reagiert haben», sagt die Präsidentin. «Das ist alles sehr schnell gegangen. Und es ziehen nicht nur Familien mit kleinen Kindern ins Dorf.» In vier bis fünf Jahren rechnet Karin König-Ess wieder mit einem Rückgang an Kindern. «Aber so genau kann man das nie sagen.»

Karin König-Ess Präsidentin Volksschulgemeinde Tägerwilen (Bild: pd)

Karin König-Ess Präsidentin Volksschulgemeinde Tägerwilen (Bild: pd)