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HOHENTANNEN: Viele Helfer krabbeln im Kompost

Die Regionalgruppe Thurgau der Schweizerischen Rosenfreunde organisierte auf dem Hof von Thomas Stark eine Pflanzenbörse mit Gartenflohmarkt und einen Kompostierkurs mit Helena Städler.
Helena Städler führt mit der Mistgabel in der Hand in die hohe Kunst des richtigen Kompostierens ein. (Bild: Trudi Krieg)

Helena Städler führt mit der Mistgabel in der Hand in die hohe Kunst des richtigen Kompostierens ein. (Bild: Trudi Krieg)

Gediegen präsentierten sich die Pflanzen, Töpfe und Gestecke, welche Gartenfreunde auf den Tischen auf dem Hof Thomas Starks ausgelegt hatten. Aus dem Überfluss der Gärten waren durch Staudenteilung Iris, Christrosen, Hauswurz, Hibiskus, Heucherella (Purpurglöcklein) und Raritäten im Angebot – auch Kräuter und Samen. Romantisch arrangierte Rosenbouquets und nostalgische Töpfe boten ein Stillleben, das zum Fotografieren, aber auch zum Beschnuppern einlud. Die vielen Gartenfreunde liessen sich Zeit zum Wählen oder brachten Nachschub mit. Man schmökerte in Fachliteratur der Rosenfreunde, las Rezepte mit Wildpflanzen und blätterte in Bestimmungsbüchern oder Anleitungen zum Kompostieren. Zwischendurch konnte man sich mit einer würzigen ­Kürbissuppe oder bei Kaffee und Kuchen aufwärmen.

Beim Kompostplatz versammelte sich eine Gruppe um Helena Städler, welche vom Verband KVA Thurgau die Kunst des Kompostierens näherbrachte. Auch erfahrene Hobbygärtner konnten dabei viel Neues und Spannendes erfahren – zum Beispiel, dass ­Engerlinge im Kompost nicht unbedingt Schädlinge sind.

Kompostieren schont ­Ressourcen

In totem Material leben vor­wiegend Rosenkäferlarven, die Maikäferlarven ähneln. Sie haben kürzere Stummelbeinchen und bewegen sich auf dem Rücken vorwärts, wenn man sie auf eine flache Unterlage legt. Rosenkäferlarven sind keine Wurzelschädlinge wie die Maikäferlarven. Sie ernähren sich von totem Material und helfen den Kompost in feinen Humus umzuwandeln. «Kompostieren ist ressourcenschonend, indem das, was vor Ort wächst, umgewandelt und wieder dem Boden zugeführt wird», erzählte Helena Städler. Dabei komme es auf die richtige Durchmischung und Feuchtigkeit im Haufen an. Grasschnitt war aufgeschichtet und dampfte beim Auseinandernehmen. Sobald das Material mit Laub durchmischt war, kam genügend Luft hinzu, um Fäulnis zu verhindern.

Zerkleinern, umschichten, abdecken und warten, bis eine gute Krümelstruktur da sei und die Nährstoffe in der richtigen Menge – erst dann könne man Kompost zur Bodenverbesserung einsetzen. Ein im Garten langsam gewachsener Kopfsalat sei viel gehaltvoller als ein in Intensivkultur in kurzer Zeit mit Kunstdünger angetriebener.

Trudi Krieg

bischofszell@thurgauerzeitung.ch

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