Höhenangst war fehl am Platz

AFFELTRANGEN. Am Samstag luden die Verantwortlichen der evangelischen Kirche Affeltrangen zur Baustellenbesichtigung. Die Gäste konnten sich auf den Ziegeln verewigen.

Christoph Heer
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Besucher verewigen sich für einen kleinen Obolus auf den Ziegeln. (Bild: Christoph Heer)

Besucher verewigen sich für einen kleinen Obolus auf den Ziegeln. (Bild: Christoph Heer)

Bis hinauf auf 50 Meter wagten sich die Besucher am Samstagnachmittag – die ersten 24 Meter mit dem Gerüstlift, danach zu Fuss bis in die Kirchturmspitze. Vom einsetzenden Regen liessen sie sich nicht einschüchtern, waren sie dank des Gerüsts auch gut geschützt. Viele Affeltranger nutzten die Gelegenheit zur Baustellenbesichtigung, die die Verantwortlichen auf Wunsch einiger Kirchbürger organisiert hatten.

Bis im Oktober finden an der evangelische Kirche Sanierungsarbeiten statt. Dabei werden unter anderem die Fassade und die Holzelemente am Turmdach repariert. «Der Grundputz wurde angebracht, nun braucht er Zeit zu trocknen. Wir wissen, dass wir uns einen straffen Zeitplan vorgegeben haben, trotzdem sind wir guten Mutes, ihn einhalten zu können», sagte Kirchenpräsident Rolf Zimmermann.

Feuerwehr und Cevi helfen mit

In Zusammenarbeit mit Feuerwehr und Cevi wurde die Baustellenbesichtigung durchgeführt. Während sich Mitglieder der Feuerwehr um die Begehung des Turmes kümmerten, zeigten die Cevi-Mitglieder Einsatz am Grill und beim Ziegelverkauf.

Zuoberst auf dem Turm bemerkte manch einer ein leichtes Kribbeln im Bauch. Tabea Peter aus Puppikon bestätigte dies, sagte aber auch, dass es eine tolle Erfahrung sei, so hoch über den Dächern die Aussicht zu geniessen. Tobias Wassmann war einer der Ersten auf dem Turm. Zuvor ergatterte er sich jedoch einen ganz persönlichen Ziegel und verewigte sich und seine Freundin darauf. «Meine Julia wird Augen machen, wenn ich ihr das Foto vom signierten Ziegel zeige. Ich bin gleich neben der Kirche aufgewachsen, wohne nun aber in München und bin zufällig dieses Wochenende hier.»

Erlös für die Jugendarbeit

Ebenfalls einen gelben Ziegel für 20 Franken kaufte sich Monika Wegmann aus Teufen. «Eine toll organisierte Besichtigung. Als ehemalige Affeltrangerin interessiert mich noch heute, was hier so läuft.» All die signierten Ziegel werden zum Schluss das Dach der Kirche zieren. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Jugendarbeit der Kirche zugute.