Hilfe mit Wienerli und Suppe

Seit 40 Jahren gibt es den ökumenischen Suppenzmittag in Bürglen. Mit den Einnahmen unterstützen die Organisatoren regionale Institutionen.

Hannelore Bruderer
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Heidi Bommeli und Silvia Hutterli schauen sich alte Dokumente aus 40 Jahren Suppenzmittag Bürglen an. (Bild: Hannelore Bruderer)

Heidi Bommeli und Silvia Hutterli schauen sich alte Dokumente aus 40 Jahren Suppenzmittag Bürglen an. (Bild: Hannelore Bruderer)

Seit dem ersten ökumenischen Suppenzmittag vor vierzig Jahren ist der Termin für diesen Anlass fix. Er findet jeden ersten Samstag im Monat statt. Fleissige Helfer bereiten im evangelischen Kirchgemeindehaus Bürglen jeweils Suppe und Wienerli zu, stellen Getränke bereit, schneiden Kuchen auf und richten die Kinderspielecke her. Am Samstag war es wieder so weit für den Bürgler Suppenzmittag – 40 Jahre nach der Premiere.

«Dass es den Suppenzmittag Bürglen gibt, ist das Verdienst von Pfarrfrau Edith Bachmann», sagt Silvia Hutterli, die 1976 Mitglied des allerersten Leiterteams war. «Vor vierzig Jahren war der Gedanke der Ökumene ganz neu. Edith Bachmann hat mit dem Suppenzmittag einen ersten Anlass in diese Richtung geschaffen.» Dem Bürgler Vorbild sind andere Gemeinden gefolgt. «Nur wenige schaffen es aber, einen solchen Anlass über eine so lange Zeit monatlich durchzuführen», sagt Heidi Bommeli, die seit 20 Jahren im Leiterteam mitwirkt.

Engagierte Frauen sorgen für Kontinuität

Im Leiterteam sind jeweils vier Frauen der Katholischen und vier Frauen der Evangelischen Kirchgemeinde vertreten. «Einmal pro Jahr wird ein Einsatzplan erstellt. Je zwei Leitungsmitglieder der beiden Gemeinden organisieren den Suppenzmittag und greifen dabei auf ihr Helferteam zurück», erklärt Heidi Bommeli.

In einem alten Zeitungsartikel entdecken die beiden Frauen beim Kaffee ein Bild mit der alten Küchennische im Kirchgemeindehaus. «Das war so eng, da konnte man höchstens zu dritt arbeiten», sagt Bommeli und fügt an, dass seit dem Umbau im Jahr 2000 vieles leichter geworden sei. Zu jener Zeit lagen die Spendeneinnahmen bei über 10 000 Franken im Jahr. Etwas weniger seien es mittlerweile schon geworden, sagt Bommeli. «Die Spendenhöhe pro Suppenzmittag ist unterschiedlich, je nach Institution, die bedacht wird. Sie liegt im Durchschnitt zwischen 600 und 800 Franken.»

Trotz des Rückgangs ist Silvia Hutterli nach wie vor vom Suppenzmittag überzeugt. «Viele kommen, weil sie wissen, wohin ihre Spende fliesst und dass einzig die Unkosten für das Essen in Abzug gebracht werden, da alles auf Freiwilligenarbeit beruht.»