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Hier hat alles begonnen

Der ehemalige Salmsacher Nicolò Settegrana hat als Kind im Kino Modern seine ersten Filme gesehen. Unterdessen ist er selber Regisseur. Sein neuester Film «Being Azem» läuft aktuell im Kino – am Wochenende auch im «Modern».
Alessandro Reho

«Eigentlich wollte ich immer Kunstmaler werden», meint Nicolò Settegrana. Aus ihm wurde aber ein Filmemacher – und das nicht ohne Erfolg. Unter anderem gewann er als Director of Photography den Schweizer Filmpreis 2007 für den besten Kurzfilm. Nun läuft sein neuer Film «Being Azem» in verschiedenen Schweizer Kinos, am kommenden Wochenende auch im Romanshorner Modern.

Wurzeln im Thurgau

Seit 15 Jahren lebt Nicolò Settegrana in Zürich. Seine Wurzeln hat er aber im Thurgau. Ab dem Kindergartenalter wohnte er mit seiner Familie in Salmsach. Schon damals entdeckte Settegrana seine Leidenschaft für Film und Fotografie (siehe auch Kasten). «Mein Vater hatte zum Glück immer eine gute Ausrüstung, so konnte ich experimentieren», meint der mittlerweile 36-Jährige.

Mit kleinen Filmprojekten zusammen mit Freunden versuchte er seinem künstlerischen Drang Ausdruck zu verleihen.

Ein einziges Ziel

Nach abgeschlossener Matur begann Nicolò Settegrana mit dem Studium der Filmwissenschaft und Germanistik. «Während des theorielastigen Studiums habe ich gemerkt: Das einzige, was ich will, ist, Filme zu machen. Seitdem gab es für mich nur noch das eine Ziel.

» Er bewarb sich an der Kunstgewerbeschule in Zürich mit einem Film, den er im damaligen Spielcasino in Romanshorn drehte, mit seinem Vater in der Hauptrolle. Als eine von acht Personen wurde er unter Bewerbern aus der ganzen Schweiz für ein Studium ausgewählt.

Leben eines Kämpfers

«Being Azem» heisst der neue Film von Nicolò Settegrana und seinem Geschäftspartner Tomislav Mestrovic.

Er erzählt die Geschichte des 14maligen Thaibox-Weltmeisters Azem Maksutaj, wobei alles auf dessen wichtigsten Kampf in Las Vegas hinausläuft. Für die Dreharbeiten begleiteten die zwei Filmemacher den aus Kosovo stammenden Winterthurer über ein Jahr lang mit der Kamera. Die Schnittarbeiten dauerten weitere zwei Jahre. Es sei ein Dokumentarfilm entstanden, der im Schnitt und der Dramaturgie einem Spielfilm gleiche, meint Settegrana. «Man kann sich darunter das Remake von <Rocky> vorstellen, nur dass hier alles real ist.»

Verbundenheit bleibt

Seiner alten Heimat fühlt sich Nicolò Settegrana noch heute verbunden – so beispielsweise dem FC Romanshorn, für den er lange Zeit spielte. Er hat weitere Erinnerungen: «Um ein wenig Geld zu verdienen, flickte ich während der Semesterferien in der Romanshorner Werft alte SBB-Kisten.» Nach wie vor kann man den Regisseur regelmässig in der Region antreffen. Sein Vater lebt in Amriswil, sein bester Freund kommt aus Romanshorn. «Mindestens einmal im Monat komme ich zu Besuch.

Über Weihnachten bleibe ich meistens ein bisschen länger.»

Er interessiere sich für alle Kunstformen, meint Nicolò Settegrana. Das Schöne am Film sei, dass er viele davon vereine. «Es hat mir immer gefallen, die Menschen zu unterhalten. Faszinierend am Filmemachen ist, wie man Emotionen wecken kann.»

Am kommendem Samstag, 27. März, um 20 Uhr zeigt das Kino Modern in Romanshorn den Film «Being Azem». Die Macher Nicolò Settegrana und Tomislav Mestrovic sowie Azem selbst werden anwesend sein. Eine zweite Vorstellung läuft am kommenden Sonntag, 28. März, um 15 Uhr – dann nur mit Settegrana.

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