Hier gibt es für jeden etwas

Der Besucheraufmarsch am grenzüberschreitenden Flohmarkt in Kreuzlingen-Konstanz war gross. Dementsprechend sah man sowohl bei den Verkäufern wie auch den Käufern glückliche Gesichter.

Barbara Hettich
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An den Verkaufsständen drängen sich die Besucher. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

An den Verkaufsständen drängen sich die Besucher. (Bild: Donato Caspari (Donato Caspari))

KREUZLINGEN. Am Samstag, 14 Uhr, ist Startschuss für die Standbetreiber in Kreuzlingen. Sie holen ihre Sachen aus den Schachteln. Die Schnäppchenjäger sind bereits vor Ort, und vermeintliche Kostbarkeiten wechseln ihren Besitzer. «Wir haben unsere Schachteln noch nicht einmal fertig ausgepackt», sagt eine Verkäuferin, während sie die ersten Nötli und Münzen ins Portemonnaie steckt. Der grenzüberschreitende Flohmarkt ist jedes Jahr etwas Besonderes. Das ist auch der Grund, weshalb Ueli und Brigitt Schäfer aus Appenzell ihn fest in ihrem Terminplan haben. Auf ihrem Verkaufstisch türmen sich Geschirr und Haushaltartikel. Das Geschäft läuft gut. «Die Kundschaft ist anders als an anderen Flohmärkten und die Stimmung so international», schwärmt Brigitt Schäfer.

Auch das Bier findet Absatz

Je später der Nachmittag, umso mehr Menschen bevölkern die Hauptstrasse vom Helvetiaplatz bis zum Hauptzoll. «Hier läuft alles sehr gut, die Geschäfte, das Bier…», sagt Philipp Sauter vom Verein der verrückten Emmishofer, die mit ihrem Getränkeausschank alle Hände voll zu tun haben. Von der Six-Terrasse aus sorgt Kurt Lauer mit seiner Dixieband für Stimmung.

Auf den Tischen findet man alles

Um 19 Uhr geht es auch auf Konstanzer Seite los. Vom Fahrrad bis zum Telefon, vom Stiefel bis zur Lederjacke oder vom Buch bis zum Spinnrad – es gibt nichts, das nicht auf den Verkaufstischen landet. Ein Opa lässt den Motor einer Mini-Ducati aufheulen, um zu zeigen, dass sie 95 Euro wert ist. Ob Franken oder Euro – dieses Jahr musste nicht gerechnet werden. «Ich nehme alles, Hauptsache Kohle», sagt Bruno Rodi aus Konstanz. Langsam bricht die Nacht herein, und an den Ständen gehen die Lichter an. Am Himmel türmen sich die Wolken auf, und die ersten machen ihre Zelte dicht oder decken ihre Tische ab. Der Regen kommt, aber am Morgen ist alles wieder trocken.

Mehr Bilder auf: www.thurgauerzeitung.ch