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Heute erreichen sie ihr Ziel

SACHSELN. Seit sieben Tagen sind die Weinfelder Wanderer mit der Fahne der Schweizer Chorvereinigung unterwegs nach Meiringen, Austragungsort des Eidgenössischen Gesangfestes 2015 Mitte Juni. Die bisher 140 Kilometer Fussmarsch haben bei den Wanderern kaum Spuren hinterlassen.
Mario Testa
Kurz vor dem Ziel des Marsches nach Meiringen: Die Wandergruppe mit OK-Präsident Bernhard Koch und Gesamtleiter Markus Vogt (vorne) posiert am Ufer des Sarnersees in Sachseln. (Bild: Mario Testa)

Kurz vor dem Ziel des Marsches nach Meiringen: Die Wandergruppe mit OK-Präsident Bernhard Koch und Gesamtleiter Markus Vogt (vorne) posiert am Ufer des Sarnersees in Sachseln. (Bild: Mario Testa)

SACHSELN. Bestens gelaunt sind die Wanderinnen und Wanderer. Aber sie schwitzen, und das schon seit Tagen. Die Regenschirme, die bei vielen am Rucksack baumeln, mussten die Frauen und Männer noch nie zücken in den vergangenen sieben Tagen, auf Sonnenbrille und Hut hingegen können sie nicht verzichten. «Es könnte nicht besser sein. Wir müssen halt sehr viel trinken, aber alle sind noch dabei und es geht allen gut», sagt Martin Sax. Tagsüber herrsche striktes Alkoholverbot, erst Abends gönnen sich die einen oder anderen ein Glas Wein oder ein kühles Bier. Die beiden ersten Etappen seien am strengsten gewesen, seither sei es ein einziger langer Sonntagsspaziergang, sagt der Reise-Administrator. «Den Besenwagen haben wir bisher kaum gebraucht.»

Elf Millionen Schritte

Gelegentlich wird die Wandergruppe von Passanten angesprochen auf ihren «Marsch nach Meiringen». Ansonsten ziehen die Thurgauer in zwei Gruppen – die einen etwas zügiger, die anderen etwas gemächlicher – durchs Land. Von Weinfelden bis nach Meiringen, insgesamt 156 Kilometer. «Einige von uns tragen Schrittzähler. Wir haben ausgerechnet, dass wir zusammen elf Millionen Schritte bis nach Meiringen machen, eine knappe Viertelmillion pro Person», sagt Bernhard Koch, OK-Präsident des letzten Gesangfestes 2008 in Weinfelden.

Nicht mehr viele Schritte trennen ihn und die Wanderer vom Ziel. Auf der gestrigen zweitletzten Etappe ging es durch den Kanton Obwalden, von Kerns dem Sarner- und Lungernsee entlang nach Lungern. «Die Teilnehmer haben alle trainiert, und zwar intensiv. Sonst würden sie nicht acht Tage lang durchhalten. Ich finde das beeindruckend – 50 Leute mit Durchschnittsalter 60 gehen und gehen einfach immer weiter», sagt Koch.

Heute steht die letzte Etappe nach Meiringen an. «Am Samstag wandern wir geschlossen auf den Brünig, wo uns die Delegation aus Meiringen empfängt», sagt Gesamtleiter Markus Vogt. «Uns begleitet dann die Apfelkönigin und auf diese Etappe nehmen wir auch die Fahne mit, die bisher im Besenwagen verstaut war. Alle dürfen sie ein Stück weit tragen bis nach Meiringen.»

«Nun bleiben wir unter uns»

Am Ziel der meisten Tagesetappen wurde die Wandergruppe von Chören empfangen. «Das war sensationell», sagt Bernhard Koch. «Heute, am letzten gemeinsamen Abend bleiben wir aber unter uns», ergänzt Markus Vogt und steuert beim Bahnhof Giswil einen Unterstand an. Dort im Schatten wartet schon das Verpflegungsfahrzeug mit Getränken, Äpfeln und Pflästerli.

Alle Befragten schwärmen von der perfekt organisierten Verpflegung, Bernhard Koch auch von den Bauernfamilien, bei denen die Gruppe jeweils Rast einlegt fürs Mittagessen. «Wie die Bäuerinnen uns mit Desserts und Kuchen verwöhnen, ist unvorstellbar. Trotz der körperlichen Anstrengung vom Wandern werde ich wohl nicht abnehmen diese Woche», sagt der Altregierungsrat und lacht.

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