Heusler träumt vom FC Amriswil

Der Abend im Pentorama stand ganz unter dem Motto «Wirtschaft trifft Fussball». Zum Wirtschaftsmeeting eingeladen hatten Stadt und FC Amriswil gemeinsam. 135 Gäste aus Reihen des FC und 129 Gäste aus Wirtschaftskreisen folgten der gemeinsamen Einladung.

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FCB-Präsident Bernhard Heusler referierte über den FC Basel. (Bild: Reto Martin)

FCB-Präsident Bernhard Heusler referierte über den FC Basel. (Bild: Reto Martin)

Der Abend im Pentorama stand ganz unter dem Motto «Wirtschaft trifft Fussball». Zum Wirtschaftsmeeting eingeladen hatten Stadt und FC Amriswil gemeinsam. 135 Gäste aus Reihen des FC und 129 Gäste aus Wirtschaftskreisen folgten der gemeinsamen Einladung. Der Redner des Abends, Bernhard Heusler, zeigte mit seinem Referat auf, dass es nicht nur ein Treffen der beiden Bereiche gibt, sondern eine tiefgreifende Verbindung.

«Die Faszination von Fussball hat nichts mit Geld zu tun», sagte Heusler zum Auftakt. Fussball sei ein Spiel. «Für mich ist wichtig: Ich bin nicht Teil des Spiels», sagte Heusler. Er, der als Präsident des FC Basel dem derzeit erfolgreichsten Fussballclub der Schweiz vorsteht, trennt die emotionale Ebene des Spiels von der wirtschaftlichen Ebene des Vereins klar.

Mit Kritik umgehen

Einfach ist es nicht, in der Welt des Fussballs zu Hause zu sein. Bernhard Heusler zeigte auf, dass die öffentliche Meinung gleichermassen befruchtend wie auch niederschmetternd sein kann. «Man muss mit Kritik umgehen können», sagte er. Kritik, die auf einer sehr persönlichen Ebene und unvermittelt erfolgt. «Und das unabhängig vom Bildungsgrad.» Gerade er als Entscheidungsträger steht immer mal wieder im Schussfeld der Öffentlichkeit. «Wer entscheidet, ist nicht jedermanns Liebling.» Er träume ab und an davon, einen Verein zu führen, wie den FC Amriswil, wo es noch etwas anders zugehe als beim Grossbetrieb FC Basel.

Fans sind Menschen

Eine Lanze brach Bernhard Heusler für die Fans. «Sie sind Menschen, keine Chaoten und kein Mob.» Man müsse mit ihnen einen Dialog führen. Er weigere sich, die Fans als Schlägertruppe zu sehen. «Wir sind abhängig von den Menschen in den Stadien», sagte er. Denn die wirtschaftliche Komponente spiele eine wichtige Rolle. Aber sie sei nicht das Einzige: «Jedes erfolgreiche Team ist teuer, aber nicht jedes teure Team ist auch erfolgreich.» Leistungen seien planbar, Erfolge aber nicht.

Deshalb sei wichtig für ihn, dass nicht der beste Einzelkämpfer ins Team geholt werde, sondern der Richtige. «Wir müssen nicht die elf Besten ins Team holen, sondern die Richtigen. Denn damit kann ein Team erst entstehen und wirken. «Teamplay ist nicht etwa ein Spiel, sondern eine intensive Arbeit für das Kollektiv.»