Herzblut fürs Museum Rosenegg

KREUZLINGEN. Otto Walthert ist Gründungspräsident der Stiftung Rosenegg in Kreuzlingen. Nach 16 Jahren hat er auf Anfang Jahr sein Amt an Thomas Fischer übergeben. Am Freitag wurde Walthert an einer Feier für sein grosses Engagement geehrt.

Kurt Peter
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Der Gründungspräsident der Stiftung Rosenegg, Otto Walthert, bekommt von seinem Nachfolger Thomas Fischer eine Urkunde und ein Geschenk für sein engagiertes Schaffen in den vergangenen 16 Jahren. (Bild: Reto Martin)

Der Gründungspräsident der Stiftung Rosenegg, Otto Walthert, bekommt von seinem Nachfolger Thomas Fischer eine Urkunde und ein Geschenk für sein engagiertes Schaffen in den vergangenen 16 Jahren. (Bild: Reto Martin)

Das Museum Rosenegg ist eine Erfolgsgeschichte. Das sagt der neue Stiftungspräsident Thomas Fischer an der Feier zum Abschied seines langjährigen Vorgängers Otto Walthert. Fischer blickte auf dessen 16jährige Amtstätigkeit zurück. Im Jahr 2000 habe die Stiftung mit der Sanierung des Eingangsbereichs und einem Gesamtkonzept für die weiteren baulichen Massnahmen den Grundstein für ein attraktives Museum gelegt. 2006 folgte, als weiterer Meilenstein, der Ausbau des Dachs und die Sanierung der Innenräume für rund eine Million Franken. Ab dem Jahr 2007 konnten die Ausstellungen durchgeführt werden. Die zweite grosse Bauphase wurde im Dezember 2014 abgeschlossen.

Musikalisch begrüsst wurden die Gäste an der Feier durch Jörg Engeli. Danach wurde ihnen ein Film von Ernst Hofstetter aus dem Jahr 1999 vorgeführt. «Der Film zeigt auf, dass die Ideen von damals auch heute noch ihre Gültigkeit haben», sagt Thomas Fischer zu den Gästen im Stucksaal des Roseneggs.

Bescheidenheit trotz Erfolg

«Otto Walthert hat das Rosenegg mit Leben erfüllt, das spürt man auch heute noch», sagt Thomas Fischer. In den Jahren an der Spitze des Stiftungsrat habe er 50 Sitzungen geführt. Dies in seiner speziellen Art und Weise, immer mit dem Ziel vor Augen, aus dem Rosenegg einen Ort zu schaffen, der ein breites Angebot von kulturellen Veranstaltungen für die Öffentlichkeit biete. «Wir werden dich im Stiftungsrat vermissen», sagte Thomas Fischer und ernannte Otto Walthert zum Ehrenmitglied.

Stiftungsrat ohne Übermut

Walthert bedankte sich für eine «gute Zeit mit einem guten Team». Die Stiftung habe immer Vertrauen in der Politik und im Volk genossen. «Der Stiftungsrat ist nie übermütig geworden, trotz des Erfolges, den wir in all den Jahren doch ausweisen konnten», sagte er. Und er versprach, «dass ich als Gast immer wieder gerne ins Rosenegg kommen werde.»

Museumsleiterin Heidi Hofstetter sprach von einer schönen Zusammenarbeit mit Otto Walthert. «Ohne ihn wäre das Rosenegg nicht, was es heute ist», ist sie überzeugt. Als Präsidentin des Vereins Heimatmuseum habe sie es sehr geschätzt, dass sich das Museum entfalten konnte. Und sie habe auch gewusst, «dass wir eine einmalige Chance hatten, ein grossartiges Werk zu realisieren.» Schliesslich versprach sie Otto Walthert, dass die neue Crew die Arbeit in Stiftungsrat und Museumsleitung in seinem Sinne weiterführt.