Herz der Stadt

Heute nennt sich Romanshorn «Stadt am Wasser». Was ist besser an «Hafenstadt»?

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David H. Bon Stadtammann (Bild: Chris Mansfield)

David H. Bon Stadtammann (Bild: Chris Mansfield)

Heute nennt sich Romanshorn «Stadt am Wasser». Was ist besser an «Hafenstadt»?

Das Label «am Wasser» trifft für viele Gemeinden zu und ist daher kein Alleinstellungsmerkmal. Aufgrund der langen Tradition, der einzigartigen Hafengeometrie und der laufend verbesserten Hafeninfrastruktur mit grossen Werften hat der Stadtrat beschlossen, künftig das Label «Hafenstadt» zu tragen.

Das Leben in Romanshorn spielt sich nicht am Wasser ab, da die Bahnschienen den direkten Seezugang vom Zentrum her verhindern. Verspricht der neue Slogan nicht zu viel?

Grundsätzlich wollen wir ausdrücken, dass der Hafen immer schon das Herz des modernen Romanshorn war und auch bleiben wird. Der Hafen liegt der Bevölkerung auch emotional nahe. Natürlich werden uns aber nicht bloss rund um den Hafen entwickeln. Trotzdem, die Stadt Romanshorn hat rund 4,5 Kilometer Seeanstoss, wovon ein Grossteil auch nutzbar ist.

Stadtenwicklerin Nina Stieger hat am ersten Stadtgespräch vor kurzem die Idee einer Unterführung als Verbindung von Dorf und See ins Spiel gebracht. Wie realistisch ist das?

Die Idee einer Unterführung südlich der Bahnhofperrons ist nicht neu und im Richtplan «Hafenareal» festgehalten. Spätestens bei einer Neunutzung der teilweise brach- liegenden SBB-Flächen ist diese neue Querungsmöglichkeit unverzichtbar. Es bestehen verschiedene Interessen für eine Realisierung. (mso)